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Analekzem

 

Was ist das Analekzem?

 

 

Das Analekzem ist die häufigste proktologische Erkrankung. Es können vielzählige Ursachen verantwortlich sein. Man unterscheidet kumulativ-toxische Ursachen von anlagebedingten und allergischen Ursachen.

Kumulativ-toxische Analekzeme können z. B. durch Hämorrhoidalleiden, Erkrankungen des Schließmuskels, Marisken oder Condylome (Feigwarzen) und dadurch bedingte ständige Verunreinigung durch Stuhl verursacht sein. Allergische Analekzeme können durch Intimsprays, Hämorrhoidalsalben, Zäpfchen, Duschlotions, Feuchttücher u. ä. ausgelöst werden, aber auch Lebensmittel- und andere Allergien können ihren Ausdruck in Analekzemen finden. Daneben kommt es aber auch häufig zu Ekzemen im Analbereich wegen anlagemäßiger Erkrankungen, die nicht durch angehbare Faktoren ausgelöst werden und so nicht heilbar im eigentlichen Sinne sind.

 

 

 

Wie sieht das Analekzem aus?

 

 

Das Analekzem  kann akut oder chronisch auftreten. Man findet in der Analregion Rötung, Nässe, Einrisse, wunde Stellen und evtl. Kratzspuren. Die  häufigsten Symptome sind Juckreiz, Nässen, Brennen und Wundsein.

 

 

 

Wie wird das Analekzem diagnostiziert?

 

 

Zunächst wird eine Inspektion des Hautorgans insbesondere im anogenitalen Bereich durchgeführt. Anschließend muss eine proktologische Ursache, z. B. ein Hämorrhoidalleiden, ausgeschlossen werden. Im Weiteren werden anlage- und allergiebedingte Ursachen, z. T. mittels Allergietests, abgeklärt. Abzuklären ist auch eine evtl. Infektion durch Würmer oder Pilze. 

 

 

 

Wie wird das Analekzem behandelt?

 

 

Häufig sind es Faktoren und Grunderkrankungen, deren Behandlung (wenn möglich) zu einer völligen Beschwerdefreiheit führen.

 

1. Bei Kontaktallergien gegen vielzählige Substanzen, z.B. gegen Hämorrhoidenmittel (Salben, Zäpfchen), Salben und Cremes, Zäpfchen, Waschlotionen, Duschgels, Shampoos und Pflegeprodukte, Feuchttücher usw.,  die häufig stark allergisierende Substanzen (Konservierungsstoffe, Duftstoffe) enthalten, sollten diese generell gemieden werden. Insbesondere scharfe Gewürze (Pfeffer, Curry, Paprika, Pepperoni) sollten bei allergischer oder nichtallergischer Reizung des Analbereichs ebenfalls gemieden werden.

 

2. Veränderungen in der Analregion wie Condylome (Feigwarzen) oder Marisken (Hautausstülpungen) sollten operativ entfernt werden. Nach Entfernung heilt das Analekzem oft dauerhaft ab.

 

3. Bestehende Wurm- oder andere Infektionen müssen behandelt werden.

 

4. Nach dem Stuhlgang sollte der Analbereich bei bestehenden Ekzemen gründlich mit Wasser oder reinem Olivenöl gereinigt werden. Keine Seifen, Duschgels oder ähnliches verwenden, da Reizungen auftreten können. Nach der Reinigung Pflege mit fetter Salbe (z.B. Vaseline) ohne Zusatzstoffe. Ihr Hautarzt wird Sie diesbezüglich beraten.

 

5. Kurzfristige Anwendung von kortisonhaltigen Salben kann sinnvoll sein, auch Zink- und Teerpasten können helfen.

 

6. Einlegen einer Kompresse in die Analfalte kann helfen, die Analregion trocken zu halten und das Ekzem in der Abheilung positiv zu beeinflussen.

 

7.Eventuell helfen Sitzbäder (mit z.B. Eichenrindenextrakten).

 

 

 

Was ist sonst noch wichtig?

 

 

Das Erkennen der Ursache des Analekzems ist von grundsätzlicher Bedeutung, da nur dann eine sinnvolle und erfolgreiche Therapie begonnen werden kann.

Eine hautfachärztliche Untersuchung und vom Hautarzt kontrollierte Therapie ist beim Analekzem dringend zu empfehlen.