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Diagnostik und Therapie

Einsatz neuer photodermatologischer Modalitäten

in der Dermatologischen Klinik der Ruhr-Universität Bochum:

Photodynamische Diagnostik und Therapie (PDD/PDT)

 

In der Dermatologischen Klinik der Ruhr-Universität Bochum steht uns seit September 2002 ein Kombinationsgerät für die photodynamische Diagnostik und Therapie zur Verfügung. Das Prinzip der photodynamischen Wirkung beruht auf der tumorselektiven Anreicherung von lichtempfindlichen Substanzen, also Photosensibilisatoren (z.B. Porphyrine). Hierzu wird zunächst in Salbengrundlage der Lichtsensibilisator auf die Haut aufgebracht. Der Lichtsensibilisator wirkt dann 4-6 Stunden unter Okklusion ein. Danach wird je nachdem, ob eine Diagnostik oder Therapie geplant ist, mit Wood-Licht oder Grün-Licht bestrahlt.

 

Die Fluoreszenzdiagnostik mit

d-Aminolävulinsäure-induzierten Porphyrinen wird mit Wood-Licht durchgeführt und eignet sich insbesondere zur Abgrenzung von epithelialen Hauttumoren wie das Basalzellkarzinom – subklinische tumoröse Veränderungen können damit zur Darstellung gebracht werden, so dass das operative Vorgehen entsprechend besser geplant werden kann.

 

Die photodynamische Therapie stellt ein neues minimalinvasives Therapieverfahren dar. Nachdem sich der Lichtsensibilisator vorwiegend in Tumorzellen anreichert wird mit der nachfolgenden Grün-Lichtbestrahlung durch Anreicherung von Sauerstoffradikale der Zelltod im Tumorgewebe herbeigeführt.

 

Diese neuen Modalitäten eignen sich insbesondere zur präoperativen Diagnostik epithelialer Tumore und zur Behandlung großflächiger aktinisch geschädigter Haut wie auch oberflächlicher Rumpfhautbasaliome und des M. Bowen.

 

Der Anschaffungspreis des Kombi-Gerätes lag bei 8.816 Euro (Fa. Saalmann, Herford). Die photodynamische Diagnostik von Hautläsionen kann analog  Nr. 5442 GOÄ (600 Pkt.) abgerechnet werden. Der Einsatz der Auslagen wird nach § 10 GOÄ abgegolten. Die photodynamiche Lichtbestrahlung von Hautläsionen analog Nr. 566 GOÄ (500 Pkt.), bis zu 2x im Behandlungsfall, zzgl. Auslagen (s.a. oben). Erstellung eines Behandlungsplans für die dermatologische PDT analog Nr. 5800 GOÄ, einmal im Behandlungsfall (250 Pkt.). Zuschlag zu der Leistung analog Nr. 566 für 2 weitere Bestrahlungsfelder bei ausgedehntem Befund analog Nr. 5802 (200 Pkt.). Zuschlag zu der Leistung analog Nr. 5802 GOÄ für jedes weitere Bestrahlungsfeld (100 Pkt.). Darüber hinaus sind bei topischer Applikation des Photosensibilisators berechnungsfähig: Nr. 209 GOÄ für das Auftragen des Photosensibilisators sowie Nr. 200 GOÄ (Okklusionsverband) und Nr. 530 GOÄ (Kaltpackung).

 

Prof. Dr. P. Altmeyer