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Sklerosierung – Krampfaderverödung

Die Untersuchungen ergaben bei Ihnen Krampfadern des Beines (Varizen), die verödet (sklerosiert) werden sollten. Vor dem geplanten Eingriff wird die Ärztin/der Arzt mit Ihnen über den Ablauf und die Möglichkeiten der Behandlung sprechen. Sie müssen naheliegende, typische Risiken und Folgen  kennen, damit Sie sich entscheiden können. Dieses Aufklärungsblatt soll das Gespräch unterstützen und die wichtigsten Punkte zu dokumentieren. Bitte geben Sie es uns vor Behandlungsbeginn unterschrieben zurück.

 

Was sind Krampfadern?

 

Krampfadern (Varizen) entstehen, wenn die Blutgefäße, die das Blut zum Herzen zurücktransportieren (Venen), sich erweitern. Besonders häufig sind die oberflächlichen Venen der Beine betroffen. Ohne Behandlung kann es zu Schmerzen, Spannungsgefühl, Hautveränderungen, wiederholten Venenentzündungen und oft nur schwer behandelbaren Unterschenkelgeschwüren kommen. Die Erkrankung kann auch auf die tiefen Venen des Beines übergreifen und zu einer tiefen Beinvenenthrombose führen.

Deshalb sollte so früh wie möglich eine Behandlung erfolgen z.B. durch Kompressionsstrümpfe oder durch eine Operation. Die durchgeführten Untersuchungen haben gezeigt, dass bei Ihnen eine Sklerosierungsbehandlung sinnvoll ist.

 

Wie wird der Eingriff durchgeführt?

 

Die Krampfader wird meist im beim stehenden Patienten mit einer Nadel punktiert. Dann wird das Bein hochgelagert und über die Nadel das Sklerosierungsmittel Aethoxysklerol® in das Blutgefäß eingespritzt. Bei größeren Venen kann das Sklerosierungsmittel entsprechend den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie als ein Sklerosierungsschaum verwendet werden. Es bewirkt eine Entzündung der Gefäßinnenwand, so dass die Krampfaderwände zusammenkleben. Abschließend wird das Bein bis zum nächsten Morgen mit einem Verband eng umwickelt (Kompressionsverband), und ein sogenannter Kompressionsstrumpf angepasst. Nach dem Eingriff sollten Sie 30 Minuten lang spazieren gehen. Die Kompressionsstrümpfe sollten 3 Wochen von morgens bis abends getragen werden. Dies unterstützt die Wirkung der Verödung. Oft muss die Behandlung in mehreren Sitzungen durchgeführt werden, um alle Krampfadern zu sklerosieren.

 

Können Komplikationen auftreten?


Trotz größter Sorgfalt kann es vereinzelt zu Komplikationen kommen. Zu nennen sind:

  • Entzündungen und Bildung von Blutgerinnseln in oberflächlichen Venen; in diesem Fall kann ein Einstich und das Ausdrücken des Gerinnsels erforderlich werden
  • Hautveränderungen wie bleibende Verhärtungen oder auch dunkelbräunliche Verfärbungen;

Sehr selten sind:

 

Eiterungen an der Einstichstelle, Entstehung von Geschwüren oder Absterben von Gewebe, wenn das Verödungsmittel in das benachbarte Gewebe gelangt; in diesem Fall können weitergehende Behandlungsmaßnahmen erforderlich werden. Die Wundheilung ist dann verzögert, in der Folge kann eine störende und berührungsempfindliche Narbe entstehen; Bildung von Blutgerinnseln (Thrombosen) im tiefen Venensystem mit der eventuellen Gefahr einer Lungenembolie und dauerhafte Schwellungen des Beines; Überempfindlichkeitsreaktionen auf das Verödungsmittel oder auf Pflaster, die sich als Brech-, Nies- und Juckreiz, Hautausschlag oder ähnliche leichte Reaktionen äußern. Schwere allergische Reaktionen, wie z.B. ein Kreislaufkollaps bis hin zum Schock, die eine stationäre Behandlung erfordern und schwere bleibende Schäden hinterlassen können, sind äußerst selten; theoretisch ist auch eine arterielle Schädigung mit nachfolgendem Absterben von Gewebe denkbar.

 

Worauf ist zu achten?

 

Sie sind nach dem Eingriff voll belastbar und können Ihrer normalen Tätigkeit nachgehen. Es ist für eine erfolgreiche Behandlung förderlich, wenn Sie sich viel bewegen und möglichst wenig sitzen oder stehen.

Wenn eine Veranlagung dazu besteht, können sich nach dem Eingriff wieder neue Krampfadern bilden. Um vorzubeugen und somit das Ergebnis der Behandlung zu verbessern, empfehlen wir:

 

‑ viel Bewegung (Radfahren, Walking Jogging, Spazierengehen, Schwimmen);

‑ regelmäßige Kontrolluntersuchungen

 

 

Was der Arzt wissen muss:

 

 

 

1)    Wurden Allergien oder Überempfindlichkeitsreaktionen z.B. gegen Pflaster, Latex, Medikamente, Nahrungsmittel beobachtet?

0 nein  0 ja

2)    Neigen Sie zu überschießender Narbenbildung?

0 nein  0 ja

3)    Kam es früher zur Bildung/Verschleppung von Blutgerinnseln (Thrombose, Embolie)?

0 nein  0 ja

4)    Leiden Sie an einer Erkrankung des Herzens, der Nieren, der Leber, der Schlagadern?

0 nein  0 ja

5)    Nehmen Sie regelmäßig Medikamente ein (z.B. Hormone, Herz‑, Schmerz- oder blutgerinnungshemmende Mittel wie Marcumar oder Aspirin)?

0 nein  0 ja

6)    Wenn ja‑ welche?

 

7)    Frauen im gebärfähigen Alter: Könnten Sie schwanger sein?

0 nein  0 ja

 

Ärztliche Anmerkungen zum Aufklärungsgespräch

(z.B. individuelle Risiken und mögliche Komplikationen Nebeneingriffe, Folgemaßnahmen, mögliche Nachteile im Falle einer Ablehnung/Verschiebung der Behandlung, Gründe für die Ablehnung, Betreuungsfall)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Ort/Datum/Uhrzeit                               Unterschrift der Ärztin/des Arztes

 

 

Einwilligungserklärung

O  Über die geplante Behandlung wurde ich in einem Aufklärungsgespräch mit Frau/Herrn Dr. _________ ausführlich informiert. Dabei konnte ich alle mir wichtig erscheinenden Fragen über Art und Bedeutung des Eingriffes, über spezielle Risiken und mögliche Komplikationen sowie Neben‑ und Folgemaßnahmen und ihre Risiken und über Behandlungsalternativen stellen.

O  Ich habe keine weiteren Fragen, fühle mich genügend informiert und willige hiermit nach ausreichender Bedenkzeit in die geplante Behandlung ein. Mit unvorhersehbaren, erforderlichen Erweiterungen des Eingriffes bin ich ebenfalls einverstanden.

 

 

 

 

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Ort/Datum/Uhrzeit                               Unterschrift der Patientin/des Patienten

 

Nur für den Fall einer Ablehnung der Behandlung

Die vorgeschlagene Behandlung wurde nach ausführlicher Aufklärung abgelehnt. Über mögliche Nachteile durch die Ablehnung wurde informiert.

Ort/Datum/Uhrzeit                Unterschrift der Patientin/ des Patienten