 Was ist eine Venenthrombose?
Unter einer Venenthrombose verstehen wir die Bildung eines Gerinnsels bzw. eines “Blutpfropfes” meist in den Beinvenen, der das Gefäß teilweise oder vollständig verschließt.
Wie bemerke ich eine Thrombose?
Die Beine schmerzen leicht, insbesondere in den Waden. Das Gewebe am Unterschenkel und an den Knöcheln schwillt an und man empfindet ein Schwere- und Spannungsgefühl in den Beinen. Gerade zu Beginn einer Thrombose können einzelne Symptome fehlen. Ein Alarmzeichen und möglicher Hinweis auf eine Lungenembolie sind Luftnot und Atembeschwerden.
Wann habe ich ein besonderes Risiko, eine Thrombose zu entwickeln?
Wenn das Blut in den Venen nur sehr langsam fließt oder sogar zeitweilig überhaupt nicht weitertransportiert wird, kann es zuerst im Bereich der Venenklappen zu einer beginnenden Thrombose kommen. Beim gesunden Menschen tritt dies besonders bei langen Flug- oder Autoreisen auf. Besonders gefährdet ist man, wenn man selber oder jemand in der Familie schon einmal eine Thrombose erlitten hat. Krampfadern erhöhen das Risiko einer Thrombose, weil bisweilen Venenentzündungen in Thrombosen der tiefen Beinvenen übergehen. Ein weiterer Risikofaktor ist die Einnahme der Anti-Baby-Pille. Thrombosen werden mit zunehmenden Alter, insbesondere ab dem 40. Lebensjahr häufiger. Wohl am bekanntesten ist, daß Thrombosen bei Bettlägerigkeit (auch zuhause) vermehrt auftreten, also z.B. bei Infekten, nach Operationen, nach der Geburt oder wenn ein Bein in Gips ist.
Wie diagnostiziert der Arzt eine Thrombose ?
Wir nutzen zur Diagnosesicherung die Duplexsonographie. Nur in Zweifelsfällen ist noch eine Kontrastmitteldarstellung mit einer Phlebographie erforderlich.
Welche Gefahr besteht bei einer Thrombose?
Wie sich eine tiefe Beinvenenthrombose entwickelt, ist nicht vorauszusagen. In manchen Fällen löst sich der Thrombus von selbst auf und es entstehen keine weiteren Folgeschäden. In der Mehrzahl der Fälle entstehen jedoch nicht rückgängig zu machende Spätschäden im betroffenen Bein. Hierzu zählen z.B. sogenannte Unterschenkelödeme (Schwellungen durch Einlagerung von Wasser im Gewebe), die Ausbildung von Krampfadern und die Entstehung von sogenannten “offenen Beinen” (schlecht heilende Geschwüre aufgrund mangelnder Versorgung des Gewebes). Eine unmittelbar lebensbedrohende Gefahr ist die Lungenembolie. Sie entsteht, wenns ich ein Gerinnsel von der Venenwand löst und mit dem Blut in die Lunge gelangt.
Wie wird eine Thrombose behandelt?
Die sogenannten niedermolekularen Heparine, die unter die Haut gespritzt werden, “bremsen” gezielt den Gerinnungsprozeß, ohne das Gerinnungssystem vollständig auszuschalten. Dadurch wird ein Fortschreiten der Thrombose gestoppt und schließlich der Thrombus aufgelöst. Dieser Vorgang wird durch Kompressionsverbände unterstützt. Seltener ist eine operative Entfernung des Thrombus erforderlich.
Wie kann ich eine Thrombose verhindern?
In Risikosituationen sollten gezielte Bewegungsübungen durchgeführt werden. Risikopersonen mit Krampfadern oder gehäuften Thrombosen in der Familie sollten bei längeren Flug- und Autoreisen Kompressionsstrümpfe tragen.

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