Warning: mysql_fetch_assoc(): supplied argument is not a valid MySQL result resource in /srv/www/typo3_src-4.1.12/t3lib/class.t3lib_db.php on line 796

Warning: mysql_free_result(): supplied argument is not a valid MySQL result resource in /srv/www/typo3_src-4.1.12/t3lib/class.t3lib_db.php on line 823

Warning: mysql_fetch_assoc(): supplied argument is not a valid MySQL result resource in /srv/www/typo3_src-4.1.12/t3lib/class.t3lib_db.php on line 796

Warning: mysql_free_result(): supplied argument is not a valid MySQL result resource in /srv/www/typo3_src-4.1.12/t3lib/class.t3lib_db.php on line 823
KlinikPatientenÄrzteStudentenForschungInformationTelefonAnfahrtImpressumLinks

ImpressumAbteilungen und SprechstundenMitarbeiterStationenBegriffeGeschichte
SucheKontakt

 

Geschichte und Entwicklung der Dermatologischen Klinik der Ruhr-Universität im St.-Josef-Hospital

von

P.Altmeyer

Die Geschichte der Universitäts-Hautklinik Bochum ist die Geschichte der Dermatologen Dynastie-Fabry,  geschrieben von H. Fabry senior und junior. H. Fabry senior gründete die Bochumer Hautklinik 1911 im damals neu  eröffneten St.-Josef-Hospital. Die Bedeutung der Familie Fabry für die Dermatologie des Ruhrgebietes im  beginnenden 20. Jahrhundert wird in der nahezu zeitgleichen Gründung der Dortmunder Hautklinik durch den Bruder Josef  Fabry in besonderer Weise dokumentiert. Bochum, Dortmund und Essen dominieren die Dermatologie des Ruhrgebietes bis  zum heutigen Tage. Hierzu hat letztlich auch die Gründung der Universitäten in Essen und Bochum beigetragen.

Zurück zum Gründungsjahr des St.-Josef-Hospitales im Jahre 1911. Es wurde als Zentralklinikum mit 500 Betten konzipiert mit einer Inneren Medizin, Gynäkologie, Chirurgie und Dermatologie. Die Hautabteilung verfügte über 60 Betten. Dem leitenden Arzt standen 1 Assistenzarzt, 2 Krankenschwestern und 1 Krankenpfleger zur Seite. Mit dieser personellen Minimalbesetzung wurde man offenbar den Anforderungen an die Dermatologie dieser Zeit gerecht. Welch ein Wandel in Fach und Anspruch innerhalb eines halben Jahrhunderts.

Der Ausbruch des 1. Weltkrieges am 1. August 1914 brachte einschneidende Veränderungen für das junge Krankenhaus mit sich. Gleich zu Beginn des Krieges waren der leitende Arzt der Dermatologischen Abteilung, Dr. med. H. Fabry, sowie eine ganze Reihe von Personen des Pflege- und Verwaltungsbereiches zum Kriegsdienst verpflichtet worden. Der Fortbestand der Abteilung konnte nur durch die selbstlose Hilfsbereitschaft eines leider nicht namentlich bekannten Hautarztes aus Düsseldorf gesichert werden, der vorübergehend die ärztliche Betreuung übernahm.

Im Jahre 1925 wurde die Dermatologische Abteilung mit einer eigenen Strahlen- und Lichtabteilung ausgestattet. Sie machte den Einsatz von Röntgenstrahlen für die Oberflächentherapie und die Anwendung der Licht-, Kurzwellen- und Höhensonnentherapie möglich.

Den 2. Weltkrieg hat das St.-Josef-Hospital im Wesentlichen unzerstört und unangetastet überstanden. Im Jahre 1955 übernahm Herr Prof. med. med. H. Fabry jun. zunächst stellvertretend und seit 1. 8. 1957 alleinverantwortlich die Leitung der Hautklinik, die sein Vater für insgesamt 45 Jahre innegehabt hatte. Mit Einrichtung des Bochumer Modells am 26. November 1977 wurde das St.-Josef-Hospital, und damit natürlich auch die Hautklinik, Universitätsklinik der Ruhr-Universität. Für die Umwandlung größerer Krankenanstalten in ein Universitätsklinikum gab es sowohl nach dem 1. als auch nach dem 2. Weltkrieg in Deutschland eine Reihe von Beispielen, so in Köln, Frankfurt, Düsseldorf und Essen. Jedoch wurden in allen diesen Fällen die Krankenhäuser mit ihrem Mitarbeiterbestand vom zuständigen Bundesland übernommen und durch ergänzende Ausstattung den traditionell gewachsenen medizinischen Fakultäten gleichgestellt. Im Gegensatz hierzu liegt dem Bochumer Modell eine andere Konzeption zugrunde: Die Krankenhäuser stellen ihre Einrichtungen und ihr Personal für die zusätzlichen Aufgaben in Lehre und Forschung zur Verfügung. Das Land übernimmt die Kosten für Forschung und Lehre und stellt in dem Umfang wissenschaftliches und nichtwissenschaftliches Personal dem einzelnen Krankenhaus zur

Verfügung, wie es dessen Beteiligung an den Ausbildungsaufgaben entspricht.

Die schwere Aufgabe der Umgestaltung der Hautklinik zu einer Universitäts-Hautklinik wurde von Herrn Prof. Dr. H. Fabry jun. in herausragender Art geleistet. Insgesamt 28 Jahre - vom 1. 8. 1957 bis 31. 3. 1985 - stand er der Hautklinik vor. Im April 1985 wurde Herr Prof. Dr. P. Altmeyer an die Dermatologische Klinik der Ruhr-Universität berufen.

Der weitere Ausbau der Klinik wurde fortgesetzt, der gesamte Bettentrakt modernisiert, ein Großteil der Zimmer mit Nasszellen ausgestattet. Heute ist die Dermatologische Klinik eine 84 Betten umfassende Klinik mit allen modernen Versorgungseinheiten: Hierzu zählen 3 Operationssäle, 1 poliklinischer Trakt, die angiologische Abteilung, eine Abteilung für Histologie, Immunhistologie und Elektronenmikroskopie, eine allergologische Abteilung mit einem immunologisch-serologischen Labor sowie die Bereiche Bioengeneering und Photobiologie.

Man mag zu den heutigen Entwicklungen des Gesundheitssystems stehen wie man will; sie bringen spezielle für die Dermatologie einschneidende Veränderungen. Früher waren es überwiegend die hochchronischen Dermatosen wie beispielsweise die Neurodermitis und Psoriasis, die das Hauptklientel einer Akutklinik ausmachten und hier für lange Liegezeiten sorgten. Dies hat sich durch das Gesundheitsstrukturgesetz grundsätzlich geändert. Die dermatologischen Dauerpatienten werden zunehmend in REHA-Einrichtungen untergebracht, die den Bedürfnissen der chronisch Hautkranken besser gerecht werden als die traditionellen Akutkliniken. Die Dermatologische Klinik der Ruhr-Universität ist diesen Weg beispielhaft vorausgegangen, indem sie mit einem Rehabilitationszentrum auf der Insel Borkum, der Klinik für Dermatologie und Allergie, in enger kooperativer Zusammenarbeit steht. Dies hat zur Konsequenz, dass die Liegedauer innerhalb von 5 Jahren von 28 auf 11 Tage reduziert wurde.

Die Hinwendung zur dermatologischen Onkologie erfolgte in diesem Jahrzehnt kontinuierlich. Mit rund 60 % nehmen dermatologisch-onkologische Patienten inzwischen den weitaus größten Platz im Krankengut ein. Das Land Nordrhein-Westfalen hat dieser Entwicklung Rechnung getragen, indem es beabsichtigt, an der Dermatologischen Klinik der Ruhr-Universität in Bochum ein Hautkrebszentrum zu etablieren, das den speziellen Anforderungen einer modernen Dermato-Onkologie gerecht wird.

Welch ein Weg seit dem Mai 1911, dem Tag der Grundsteinlegung des St.-Josef-Hospitals; welch große Anstrengungen waren notwendig, um aus einer Belegabteilung an einem städtischen Krankenhaus eine moderne dermatologische Universitätsklinik zu gestalten, in der hoch spezialisierte Medizin angeboten und betrieben wird. Dieser Verdienst kommt in erster Linie H. Fabry junior zu, der diesen Kraftakt mit sicherer Hand zu führen wusste, getreu dem Motto, das für diese dermatologische Klinik in besonderem Maße gilt: "Die Tradition wahren und das Neue gestalten".

Die Dermatologie an der Ruhr-Universität Bochum geht ganz bewusst ihren Weg in eine stark klinisch-dermatologisch orientierte Zukunft. Unser Schwerpunkt ist die klinische Arbeit, die Hinwendung zum Patienten und seinen Problemen mit der Suche nach intelligenter Diagnostik und Therapie, die klinische Ausbildung junger Ärzte und Studenten sowie die Bearbeitung wissenschaftlicher Probleme, die sich aus den aktuellen Fragestellungen ergeben.