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Was ist ein bullöses Pemphigoid?
Bei dieser eher seltenen Hauterkrankung kommt es durch Produktion bestimmter Eiweißstoffe, sogenannter Autoantikörper, die gegen Bestandteile der Verbindungsschicht (lat. Basalmembran) von Oberhaut (lat. Epidermis) und Lederhaut (lat. Korium oder Dermis) gerichtet sind, zu einer Blasenbildung. Es liegt also eine gegen Bestandteile der eigenen Haut gerichtete Immunreaktion vor, die vor allem ältere Menschen betrifft.
Die Ursachen dieser Erkrankung sind nicht vollständig geklärt.
Wie sieht ein bullöses Pemphigoid aus?
Zu Beginn, oft den Blasen um Wochen bis Monate vorausgehend, treten eventuell juckende, leicht erhabene Rötungen auf. Später entwickeln sich auf diesen geröteten Herden oder auf normaler Haut relativ feste, pralle Blasen, in die es einbluten kann. Häufig betroffene Hautareale sind die Achselhöhlen, die Beugeseiten der Oberarme und Oberschenkel, die Unterschenkel sowie die Nabelregion. Bei der Abheilung der Hautveränderungen kann es zu bräunlichen Pigmentierungen kommen. Bei einer besonderen, sehr seltenen Erkrankungsform, dem sogenannten vernarbenden Schleimhautpemphigoid, ist weniger die Haut, sondern sind vielmehr oder ausschließlich die Schleimhaut betroffen. Bei Beteiligung beispielsweise der Bindehäute des Auges kann dies zu Verwachsungen (lat. Synechien) und leider bis hin zur Erblindung (bei ca. 20% der Patienten) führen. Des Weiteren kann es hierbei zu schmerzhaften offenen Stellen im Bereich der Mund-, Rachen-, Kehlkopf- oder Speiseröhrenschleimhaut kommen, die narbig, ggf. mit Verengung z.B. der Speiseröhre, abheilen. Ess- und Sprech- sowie Schluckstörungen sind die Folgen. Im Bereich chronisch befallener Schleimhautareale ist die Entstehung bösartiger Tumoren möglich, weshalb bei langem Krankheitsverlauf regelmäßige Kontrolluntersuchungen anzuraten sind.
Wie wird die Diagnose gestellt?
Zur Sicherung der Diagnose werden normalerweise in örtlicher Betäubung zwei kleine Hautproben entnommen, die anschließend mikroskopisch untersucht werden. Beim bullösen Pemphigoid lassen sich bei ca. 50-70% der Patienten die Autoantikörper im Blut nachweisen. Weshalb der menschliche Organismus diese gegen bestimmte Strukturen der Haut gerichtete Antikörper bildet, bleibt häufig unklar. Ein Zusammenhang mit der Einnahme von Medikamenten (u.a. Antibiotika, Schmerzmittel, Betablocker) ist möglich. Zudem kann gleichzeitig eine Turmorerkrankung bestehen. Deshalb werden weitere Untersuchungen (z.B. Röntgen der Lunge, Ultraschalluntersuchung des Bauches, Laboruntersuchungen) notwendig.
Wie wird das Pemphigoid behandelt?

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