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DIE HAUT VERGISST NIE!

Am 5. Mai ist europaweit Euro Melanoma-Tag und zugleich „Hauttag“ in Deutschland. „ Wer noch vor Beginn der Hauptreisezeit auf der sicheren Seite sein will, sollte das Beratungsangebot der Hautärzte wahrnehmen und den Euromelanoma-Tag zum Anlass für eine Ganzkörperuntersuchung auf Hautkrebs bei einem Hautarzt nehmen", heißt es im gemeinsamen Aktionsaufruf des Berufsverbandes der Deutschen Dermatologen und der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft.Zur Zeit erkranken in Europa jährlich 54.000 Menschen neu an einem malignen Melanom. Tendenz steigend. Dieser so genannte Schwarze Hautkrebs stellt die aggressivste Form von Hauttumoren überhaupt dar.

Dermatologinnen und Dermatologen sind die Experten für das Hautorgan. Sie kennen die unterschiedlichen Formen des Hautkrebses und können sie unterscheiden von anderen auffälligen Hautveränderungen.

Eine Hautkrebsvorsorgeuntersuchung ist wenig aufwendig und lohnt sich. Früh genug erkannt, ist Hautkrebs in nahezu 100 Prozent der Fälle völlig heilbar.

Im Übrigen kann jeder selbst etwas tun, um der Entstehung von Hautkrebs vorzubeugen. Das wichtigste ist ein der UV-Strahlungsintensität angepasstes Verhalten: in den Ferien, in der Freizeit, am Arbeitsplatz und zuhause. Textiler Lichtschutz und der Gebrauch von Sonnencreme kommen ergänzend hinzu. Dies lebenslang, denn: Die Haut vergisst nicht! Auch darüber klärt die Euromelanomakampagne auf.

 

Hautkrebsvorsorge als Kassenleistung

Ab dem 01.07.2008 wird das Hautkrebsscreening eine Vorsorgeleistung der gesetzlichen Krankenversicherung.

Der gemeinsame Bundesausschuss hat im November 2007 beschlossen, das gesetzlich Krankenversicherte vom 35. Lebensjahr an alle zwei Jahre für das Screening einen Hautarzt (oder auch zur Eingangsuntersuchung einen Allgemeinmediziner oder allgemeinmedizinisch tätigen Internisten)
aufsuchen können. Eine Praxisgebühr wird für die reine Vorsorgeuntersuchung nicht fällig. Der Beschluss liegt momentan dem Bundesministerium für Gesundheit zur Prüfung vor und tritt nach erfolgter Nichtbeanstandung und Bekanntmachung im Bundesanzeiger in Kraft.
Ärzte, die das Hautkrebsscreening anbieten wollen, müssen sich einer achtstündigen einführenden Schulung unter Anleitung von Dermatologen unterziehen - dies betriff auch Hautfachärzte.

 

Sonderaktion der Universitäts-Hautklinik zum Europäischen Hautkrebstag

 

 

Wissenswerte Artikel

 

Der Hochrisikopatient – standardisierte Abläufe in der Hochdosistherapie mit Interferon alfa

 

Der Nachweis von regionären Lymphknotenmetastasen mittels  ächterlymphknotenbiopsie gehört zu den wichtigsten Prognosefaktoren bei Patienten mit primärem malignem Melanom. Patienten mit Lymphknotenmetastasierung (Stadium III) werden der Hochrisikogruppe zugeordnet, die im Anschluss an die operative Tumorentfernung eine adjuvante Therapie mit Interferon alfa (IFN-α) erhalten sollte. Aktuellen internationalen Publikationen (z.B. Tsao H et al., Management of Cutaneous Melanoma, N Engl J Med [2004] 351: 998-1012; Deutsche Leitlinien der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie [ADO] der Deutschen  rebsgesellschaft) zufolge liegen die klarsten Ergebnisse für eine Hochdosistherapie mit IFN-α vor – zwei prospektiv randomisierte Studien haben übereinstimmend einen Vorteil in Bezug auf das Gesamtüberleben im Vergleich zum jeweiligen Kontrollarm gezeigt.

 

Den ganzen Artikel finden sie hier

 

 

Hochdosis-Interferontherapie beim malignen Melanom

 

Das maligne Melanom ist der Tumor mit der weltweit am stärksten zunehmenden Inzidenz, wobei die höchste Inzidenz weiterhin in Australien zu finden ist (~50/100000). Auch in Deutschland ist die Inzidenz in den letzten Jahrzehnten stetig und sehr deutlich angestiegen. Erkrankten 1970 drei pro hunderttausend Menschen im Jahr am malignen Melanom, so waren es 1990 ca.10, und heute liegt die Neuerkrankungsrate bei über 20 pro hunderttausend Einwohner. Ein wesentlicher Grund ist das veranderte Freizeitverhalten mit einer dramatischen Zunahme der lebenslanglichen UV-Exposition durch die natürliche (Sonnenbaden) wie auch durch regelmäßige künstliche Bestrahlung in Solarien. Das Lebenszeitrisiko, an einem malignen Melanom zu erkranken, liegt bei 1 zu 50 bis 1 zu 75. Trotz aller Aufklärungskampagnen werden immer noch viele Melanome zu spät, das heißt in Stadien diagnostiziert, die eine Heilung durch Operation ausschließen. Die Therapieerfolge bei einer Metastasierung sind unbefriedigend, trotz kombinierter Therapiestrategien bestehend aus chirurgischer Intervention, Polychemo-, Immuntherapie, Radiatio und Tumorvakzinierung.


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