Gefäßverödung - Gefäßbehandlung mit Laser - Teleangieektasien
Erweiterte Gefäße, insbesondere an den Wangen oder auf der Nase, bedeuten für viele Menschen eine starke Beeinträchtigung ihrer Lebensqualität. Die erweiterten Gefäße können kosmetisch störend sein (Teleangiektasien), sie können jedoch auch in Verbindung mit inneren Erkrankungen, z. B. der Leber, auftreten (Spider-Naevus). Auch das sog. Feuermal, das angeboren und meist einseitig vorkommt, empfinden viele Patienten als Stigma. Bereits in jungen Jahren treten Besenreiser an den Beinen auf, die ein netz- oder fächerförmiges Erscheinungsbild annehmen können.
Von Varizen spricht man bei erweiterten Venenabschnitten des oberflächlichen Venensystems.
Man unterscheidet die sog. Besenreiser, die sich als netz-, arkaden-oder fächerförmige Mikrovarizen mit einem Durchmesser von 0,1 bis 1 mm darstellen. Die kleinsten können ein scharlachrotes Kapillarnetz bilden. Gefäßerweiterungen bis 1 mm lassen sich mit guten Ergebnissen mit einem Laser therapieren. Dieser Laser ermöglicht eine narbenfreie Beseitigung der Gefäße, wobei mehrere Sitzungen nötig sein können.
Gefäßerscheinungen, die sich größer als 1 mm darstellen, müssen mit einem Verödungsmittel, z. B. Aethoxysklerol, sklerosiert werden. Es kommt dann zu einer Endothelschädigung. Anschließend sollte eine Kompression der entsprechenden Stelle durchgeführt werden. Die Ergebnisse sind in aller Regel sehr gut.
Treten große Venen sichtbar an den Beinen auf, sollten die Venen auf jeden Fall von einem Spezialisten (z. B. Hautarzt oder Phlebologe) untersucht werden. Nur wenn man das ganze System der Venen diagnostiziert und therapiert, wird man dauerhaft die sichtbaren Zeichen bekämpfen können.
Wie ist die Entwicklung der Lasersysteme?
Eine Problematik bisheriger Laserbehandlungen bestand darin, dass die menschliche Haut oberhalb der Blutgefäße nur eine begrenzte Energiemenge aufnehmen kann, ohne geschädigt zu werden. Zudem befinden sich die Gefäße in unterschiedlichen Hauttiefen, so dass die Laserenergie, die auf die Gefäße traf, entweder zu gering und somit wirkungslos war, oder es wurde eine Schädigung der oberen Hautschichten verursacht. Zudem konnte ein Riss in den Gefäßwänden verursacht werden, was eine unschöne Verfärbung des behandelten Hautareals zur Folge hatte. Die nachfolgenden Bilder zeigen eine Behandlung mit dem bisherigen System und die neue mögliche Behandlungsweise mit unserem VersaPulse-Laser.
Der Durchbruch in der Gefäßbehandlung konnte nunmehr durch völlig neue Behandlungsmethoden erreicht werden. Ein auf ca. 4 bis 6 Grad Celsius gekühltes Handstück des Lasers ermöglicht es, eine ausreichend hohe Energie bei gleichzeitig langer Einwirkung abzugeben, so dass die Gefäße in unterschiedlichen Tiefen sich zusammenziehen, ohne dass es zu einer Schädigung des oberen Bindegewebes kommt. Der Laser wirkt also nur dort, wo auch eine Wirkung erwünscht ist. Früher hingegen wurde ein Teil der Energie im oberen Bereich der Gefäße absorbiert, was sowohl das Behandlungsergebnis verschlechterte als auch die Häufigkeit eines erneuten Auftretens unschöner Gefäße erhöhte. Das folgende Bild erklärt, dass der Laser mit gekühltem Handstück die Energie genau dorthin bringt, wo sie gebraucht wird
vorher nachher
Welche Lasersysteme bieten wir Ihnen an ?
In unserem Laserzentrum stehen zur Behandlung von Gefäßen der VersaPulse mit einer Wellenlänge von 532 nm, der Alexandritlaser mit einer Wellenlänge von 755 nm, der Neodym:YAG-Laser mit einer Wellenlänge von 1064 nm zur Verfügung. Insbesonders bewährt hat sich für die Lasertherapie von Gefäßen der gepulste Farbstofflaser mit 532 nm, der sich durch hohe Wirksamkeit bei geringer Schmerzhaftigkeit auszeichnet. Nachfolgendes Bild zeigt einen Schnitt durch die Haut mit 0berhaut (Epidermis), Lederhaut (Korium) und Fettgewebe. Im Bildausschnitt ist erkennbar, dass der Laser die Gefässe zerstört, ohne das umliegende Gewebe wesentlich zu beeinträchtigen.
Müssen Sie mit Nebenwirkungen rechnen ?
Nach der Behandlung ist die Haut in der Regel vermehrt gerötet. Diese Rötung kann am nächsten Tag überschminkt werden. Es können, z. B. im Bereich der Augen, Schwellungen auftreten, die man durch sofortiges Kühlen zum schnellen Abklingen bringen kann. Es muss unbedingt 6 Wochen vor und 6 Wochen nach Behandlung die Sonne gemieden werden, um das Risiko einer vorübergehenden unerwünschten Hyperpigmentierung sehr gering zu halten. Diese Nachdunkelung bildet sich in der Regel von alleine zurück. Grundsätzlich können bei jeder Laserbehandlung Narben auftreten, ein Auftreten bei dieser Lasertherapie ist jedoch äußerst gering. Auch kleine Krusten oder Schorf ist bei diesem Lasersystem eher die Ausnahme.
Wie ist der Behandlungsablauf ?
Eine spezielle Vorbereitung der Haut ist nicht erforderlich. Die Haut sollte nicht gebräunt sein, auch nicht durch Sonnenstudio. Wir führen normalerweise eine einmalige kostenlose Laserbehandlung eines kleinen Bereiches durch, um zum Einen die Anzahl der Sitzungen besser abschätzen zu können und zum Anderen, um mögliche Nebenwirkungen von vornherein zu minimieren. Dann folgen in 4- bis 6-wöchigen Abständen weitere Behandlungen. Eine örtliche Betäubung ist nicht erforderlich. Behandlungsunterbrechungen, z. B. für einen Urlaub in der Sonne, sind jederzeit möglich.
Spider-Naevi sind häufig bereits nach einer Sitzung verschwunden, Feuermale hingegen müssen relativ oft einer Behandlung unterzogen werden.
Wann ist eine Laserbehandlung nicht geeignet ?
Nicht geeignet sind Gefäße, die dicker als 2 mm sind. Dies gilt für erweiterte Äderchen ebenso wie für Besenreiser. Letztgenannte sollten nur dann gelasert werden, wenn gleichzeitig die dickeren Venen z. B. durch Verödung behandelt werden, da die Besenreiser sonst immer wieder auftreten können.
Zum Schluss noch ein Hinweis
Eine Gefäßverödung kann zwar Ihr Erscheinungsbild verändern und Ihr Selbstvertrauen erhöhen, aber sie wird kein perfektes Idealbild produzieren. Bevor Sie sich für die Gefäßverödung entscheiden, sollten Sie sorgfältig Ihre Erwartungen überdenken und mit uns darüber sprechen. Eine hundert prozentige Garantie auf ein bestimmtes Ergebnis gibt es nicht.
Natürlich können und sollen diese Informationen kein fachärztliches Aufklärungsgespräch ersetzen. Bevor man sich zu einem operativen Eingriff entschließt, sollte immer ein individuelles, informatives und sachliches Gespräch mit dem jeweiligen Operateur erfolgen.

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