Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie

Kurzinfo:

Dr. med. Nina Lahner

Oberärztin:
Priv.-Doz. Dr. med. Nina Lahner

 

Facharzt:

Prof. asociado (Univ. Cordoba) Dr. med. Rafael Jiménez


Assistenzärzte:

Saskia Barner

Isabel Mordhorst

Dr. med. Ricarda Kost

Ala Tebhaki

Silas Soemantri

 

Arzthelferinnen:
Melanie Wagner, Svenja Fiebig

Sprechzeiten:
Nur nach Vereinbarung:
Mo 13.00 – 16.00 Uhr
Do 13.00 – 16.00 Uhr
Fr  13.00 – 15.00 Uhr
Weitere Termine sind nach telefonischer Vereinbarung möglich.

Gesetzlich versicherte Patienten benötigen eine Facharztüberweisung vom Dermatologen aus dem laufenden Quartal.

Terminvergabe für gesetzlich versicherte Patienten:
am Mo, Di, Do, Fr 11.00 - 15.00 Uhr und Mi 11.00 - 12.30 Uhr
Telefon: 0234/509-3420
Telefax: 0234/509-3407

Terminvergabe für Privatpatienten:
Telefon: 0234/509-3435, Mo - Fr von 8.00 - 11.15 Uhr

Weitere Termine sind nach telefonischer Vereinbarung möglich.

In der Regel können für die Sprechstunde für Autoimmunerkrankungen Termine innerhalb eines Zeitraumes von 4 Wochen gemacht werden. Bei akuter Krankheit kann nach Rücksprache mit den zuständigen Ärzten immer eine kurzfristige Terminvereinbarung erfolgen.

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Sprechstunde für Autoimmunerkrankungen

Behandlungsspektrum:

Erkrankungen aus dem Formenkreis der Kollagenosen:
Systemische Sklerodermie
Zirkumskripte Sklerodermie
Systemischer Lupus erythematodes
Kutaner Lupus erythematodes
Dermatomyositis
Lichen sclerosus

Seltene sklerotische/fibrotische Erkrankungen der Haut:
Graft versus Host Disease
Skleromyxödem
Lichen myxödematosus
Sklerödema adultorum
Nephrogene systemische Fibrose

Blasenbildende Autoimmunerkrankungen der Haut:
Pemphigus-Erkrankungen
Pemphigoid-Erkrankungen
Dermatitis herpetiformis Duhring
Epidermolysis bullosa acquisita

Vaskulitiden der Haut

Spezielle Untersuchungen bei Autoimmunerkrankungen der Haut
Bei Vorstellung in unserer Spezial-Sprechstunde erfolgt immer eine sorgfältige Anamneseerhebung durch einen unserer Ärzte. Neben der Krankheitsgeschichte werden die vorliegenden Beschwerden und Hautveränderungen genauestens dokumentiert.


Je nach Beschwerdekonstellation erfolgt im Rahmen der Sprechstunde eine weiterführende Diagnostik. Dabei werden in unserem Zentrum alle wichtigen diagnostischen Verfahren bei Autoimmunerkrankungen der Haut angeboten.

Dazu zählen:

  • Blutuntersuchungen wie Routinelabor (Differentialblutbild und klinische Chemie)
  • Spezielle Untersuchungen auf Autoantikörper (z.B. antinukleäre Antikörper, extrahierbare nukleäre Antikörper), zirkulierende Immunkomplexe und Komplementfaktoren)
  • Histopathologische Untersuchungen (Routinehistologie, immunhistochemische Spezialfärbungen bei Autoimmunerkrankungen der Haut, direkte Immunfluoreszenzuntersuchungen der Haut)
  • Indirekte Immunfluoreszenzuntersuchungen bei blasenbildenden Autoimmunerkrankungen
  • Lymphozytensubpopulationsanalysen
  • UV-Diagnostik (Lichttreppe und Photoprovokation) bei Verdacht auf Lupus erythematodes
  • Kapillarmikroskopie bei Verdacht auf Erkrankungen aus dem Formenkreis der Kollagenosen
  • Muskelbiopsie bei Verdacht auf Myositis und Dermatomyositis

Kollagenosen – der zentrale Schwerpunkt der Sprechstunde für Autoimmunerkrankungen
Bei den Kollagenosen handelt es sich um eine sehr heterogene, das heißt vielgestaltige Erkrankungsgruppe aus dem Formenkreis der rheumatischen Erkrankungen. Dabei handelt es sich neben Erkrankungen, die sich fast ausschließlich an der Haut abspielen, auch um solche, die zu mannigfaltigen Veränderungen am gesamten Körper, also auch den inneren Organen, führen können. Die Kollagenosen können als Autoimmunerkrankungen bezeichnet werden, d.h., durch zum Teil noch nicht gänzlich erforschte Auslöser kommt es zur Entstehung von Antikörpern gegen zelleigene Strukturen, das bedeutet, der Körper wehrt sich gegen Bestandteile des eigenen Körpers.
 
Man kann bei den Kollagenosen drei wichtige Erkrankungsgruppen unterscheiden:

  • Lupus erythematodes
  • Sklerodermie und 
  • Dermatomyositis


Dabei handelt es sich auch hier wiederum um Erkrankungen, die eine Vielzahl von Veränderungen an der Haut und an den inneren Organen hervorrufen können. Das Spektrum des Lupus erythematodes reicht vom sogenannten chronisch diskoiden Lupus erythematodes, der sich lediglich an der Haut abspielt und auch auf sie begrenzt bleibt, über den sogenannten subakut-kutanen Lupus erythematodes, eine Art „Übergangsform“, der neben Hautveränderungen auch milde Allgemeinsymptome wie Gelenk- und Muskelbeschwerden hervorrufen kann, bis zum systemischen Lupus erythematodes, einer potentiell gefährlichen Multisystemerkrankung, die neben Hautveränderungen zu Veränderungen an Gefäßen, Nieren, Lunge, Herz und im Gehirn führen kann.


Ähnlich dem Lupus erythematodes kann die Sklerodermie in zwei Formen unterteilt werden, die zirkumskripte Sklerodermie, die überwiegend an der Haut abläuft und sich durch verschiedene klinische Subtypen auszeichnet sowie die progressive systemische Sklerodermie, bei der es sich um eine Erkrankung handelt, die initial zur Entzündung, im späteren Stadium zur Verhärtung von Haut und inneren Organen, wie bspw. des Lungen- und Nierengewebes, führen kann.


Die Dermatomyositis ist eine weitere Erkrankung, die dem Formenkreis der Kollagenosen zugerecht wird. Hierbei handelt es sich um eine überwiegend entzündlich verlaufende Erkrankung an Haut und Muskulatur.
Bei den Kollagenosen sind Übergangsformen (Mischkollagenosen) möglich, die klinische Merkmale der verschiedenen Subgruppen aufzeigen.

Spezielle Expertise:
Die Diagnostik und Therapie von Autoimmunerkrankungen der Haut gehört zu den wichtigsten Schwerpunkten der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie der Ruhr-Universität Bochum. Dabei verfügt die Abteilung über eine langjährige Erfahrung mit den Erkrankungen aus dieser Krankheitsgruppe. Pro Quartal werden derzeitig etwa 500 Patienten in dieser Spezialsprechstunde behandelt.


Das Ärzteteam der Sprechstunde für Autoimmunerkrankungen besteht aus erfahrenen Spezialisten auf diesem Bereich, die sowohl eine herausragende wissenschaftliche Kompetenz als auch ein hohes Maß an klinischer Erfahrung zur Diagnostik und Behandlung von Autoimmunerkrankungen der Haut mitbringen. Im Rahmen des Autoimmun-Schwerpunktes der Klinik konnte im Laufe vieler Jahre ein interdisziplinäres Team etabliert werden, so dass im notwendigen und erforderlichen Maße eine Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Disziplinen und somit auch Spezialisten im Bereich der jeweiligen Fachdisziplinen gewährleistet ist.

Weitere, ausführliche Informationen zum Zentrum für Rheumatologie und Autoimmunerkrankungen sowie zu den einzelnen Erkrankungen erhalten sie hier (http://rheumatologie.klinikum-bochum.de/).