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Fettabsaugung in der Tumeszenz-Lokalanästhesie

Beratungstermine
unter:

0234/509 3112 
oder
0234/509 3113
bei Dr.Rotterdam

Wichtige Informationen

Das Absaugen

Die örtliche Betäubung

Das Resultat

Der Tag der Operation und die Fettabsaugung

Vor der Operation

Nach der Operation

 

Formulare

Spezielle Einwilligungserklärung des Patienten zur Liposuktionsbehandlung in Tumeszenz-Lokalanästhesie

Allgemeine Einwilligungserklärung des Patienten zur operativen Therapie und zur Verabreichung von notwendigen Medikamenten

Merkblatt für Patienten nach Fettabsaugung

Liposuction-Dokumentationsbogen

Fettabsaugung (Liposuction)

Schematische Darstellung der Fettabsaugung

Vorher
 

Nachher
 

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Nachher 

Sie wollen sich einer Fettabsaugung (Liposuction, Fettgewebskonturierung) unterziehen und werden bzw. wurden in einem ausführlichen persönlichen Gespräch von uns eingehend über die Methode als solche, das operative Vorgehen, die Risiken und Komplikationen sowie über das im Rahmen eines solchen Eingriffs zu erwartende Ergebnis unterrichtet.

Wichtige Information über die Fettabsaugung in Tumeszenz-Lokalanästhesie

Mit Hilfe der Fettabsaugung gelingt es, die Form und Silhouette bestimmter Körperregionen zu modellieren. Unschöne Fettpolster, die häufig durch sportliche Aktivität und Diät nicht beseitigt werden können, werden dauerhaft entfernt. Obwohl es sich bei der Fettabsaugung um eine relativ neue Methode in der plastischen und kosmetischen Chirurgie handelt, sind bereits viele Fortschritte und Verbesserungen der Methode erzielt worden. Von besonderer Bedeutung ist es, daß die Operation bei uns in örtlicher Betäubung durchgeführt wird; eine Vollnarkose mit allen ihren (Vor- und) Nachteilen ist nicht nötig. Aufgrund der örtlichen Betäubung brauchen im Normalfall keine Narkose- oder Schmerzmittelspritzen verabreicht zu werden. Im Rahmen des Vorgesprächs werden Sie über frühere Erkrankungen befragt. Bitte teilen Sie deshalb alle wichtigen Vorerkrankungen, Operationen und evtl. Komplikationen, Medikamenteneinnahme und bekannte Allergien mit. Ihre Angaben hierzu sind besonders wichtig, um das Operationsrisiko so gering wie möglich zu halten. Etwa 4 Tage vor dem geplanten Operationstermin bitten wir Sie, (z.B. beim Hausarzt) eine Blutabnahme zur Bestimmung von kleinem Blutbild,  PTT und Quick (Blutgerinnung) vornehmen zu lassen. Das schriftlich dokumentierte Ergebnis bringen Sie bitte am Operationstag mit.

Das Absaugen

Bei der Fettabsaugung in Tumeszenz-Lokalanästhesie wird nach Betäubung des Gewebes eine lange, stumpfe "Nadel" in das Unterhautfettgewebe eingeführt. Die Hautschnitte, die hierzu angelegt werden müssen, sind nur ca. 5-10 mm lang und in den meisten Fällen nach wenigen Wochen kaum noch sichtbar. Trotz weniger kleiner Hautschnitte kann reichlich Fettgewebe dauerhaft entfernt werden. Einmal abgesaugte Fettzellen werden nicht neugebildet. Darüber hinaus besteht bei dieser Methode der Fettabsaugung nur eine geringe Gefahr der Verletzung von Nerven oder größeren Blutgefäßen.
Das Absaugen mit der Vibrationskanüle: Durch den Einsatz der sog. "Vibrationskanüle" hat sich die Absaugtechnik wesentlich verfeinert. Bei dieser Technik werden ausgezeichnete kosmetische Ergebnisse verwirklicht. Hierbei wird eine vibrierende Kanüle in das Fettgewebe, das über wenige Millimeter kleine Hautschnitte erreicht wird, eingebracht und das Fett gleichmäßig  abgesaugt. In der Umgebung befindliche Nerven, Gefäße und Lymphbahnen werden deutlich weniger beeinträchtigt. Wir bevorzugen die lokale Betäubung in Tumeszenzanästhesie  anstatt Vollnarkose, da der Patient wach ist und zu Symmetriekontrolle während und nach der Absaugung aufstehen kann. Eine Kontrolle des Ergebnisses ist somit intraoperativ möglich.

 

Die örtliche Betäubung

Bei der TumeszenzLokalanästhesie (tumescere, lat.: aufblasen) werden große Mengen einer verdünnten Lokalanästhesie-Lösung ins Unterhautfettgewebe gespritzt. Der Lösung wird ein wenig Cortison beigemischt, um die entzündliche Reaktion des Gewebes und nachfolgende Schmerzen zu unterdrücken. Außerdem enthält die Lösung Epinephrin, das die Blutgefäße verengt, und Bicarbonat, welches ein schmerzfreies Infiltrieren der Lösung ermöglicht.
Sowohl das Ausmaß der Blutung während und die Schwellung nach der Operation wird durch die Tumeszenz-Lokalanästhesie enorm vermindert.
Deshalb können die meisten Patienten bereits nach 1 oder 2 Tagen wieder zur Arbeit gehen, Sport treiben etc. Bei ca. 90 % der Patienten kann direkt nach dem Eingriff eine gewisse Besserung der Körperform beobachtet werden, allerdings dauert es in der Regel 2  4 Wochen, bis alle Blutergüsse und Schwellungen zurückgegangen sind. Das endgültige postoperative Ergebnis kann auch erst nach 3  4 Monaten, in einigen Fällen nach 6 und mehr Monaten, beurteilt werden.

Das Resultat

Zu bemerken ist, daß alle Fettzellen die abgesaugt wurden, nicht mehr nachwachsen oder neu gebildet werden. Das bedeutet, daß die Körperform, die durch die Fettabsaugung erzielt wurde, beständig ist. Bei späterer Gewichtszu- oder -abnahme wird sich die "neue" Körperform, also proportional verändern, ohne daß z.B. wieder eine Reithose entsteht, die zuvor abgesaugt wurde.
Infolge der Fettabsaugung verändert sich auch der Hautzustand in der operierten Körperregion und zwar so, als habe man durch eine besondere Diät genau an dieser Stelle abgenommen. Bei der Fettabsaugung werden mit der stumpfen Nadel viele Tunnel ins Fettgewebe gearbeitet, die sich während der Heilungsphase nach der Operation zusammenziehen und schrumpfen und so die Haut mit dem Muskelgewebe zusammenziehen. Um eine glatte Hautoberfläche zu erhalten, werden die Tunnel so angelegt, daß sie nach Möglichkeit von einer dünnen Fettschicht bedeckt sind.
Die Fettabsaugung ist die geeignete Methode, um Fettpölsterchen (z.B. Reithose) bei ideal- bis normalgewichtigen Menschen dauerhaft zu entfernen. Sie ersetzt keine Diät, es werden Zonen behandelt, die durch die Diät und gezieltes Training nicht beeinflußt werden konnten. Obwohl die Fettabsaugung oft zu sehr guten Ergebnissen mit eindeutig verbesserter Figur führt, ist es nicht realistisch, sich die Traumfigur und Gewebekonsistenz eines Teenagers zu erhoffen. Die ungeliebte Cellulite (Orangenhaut) wird durch die Fettabsaugung teilweise beseitigt oder deutlich verringert.
Wie bei jedem operativen Eingriff gibt es auch bei der Fettabsaugung Risiken, Nebenwirkungen und Komplikationen wie z.B. Schwellung, Blutergüsse und vorübergehendes Taubheitsgefühl der Haut. Feine Hautunregelmäßigkeiten können gelegentlich als Folge der Fettabsaugung auftreten, sie werden durch die Tumeszenz-Technik jedoch minimal gehalten. Schwere Komplikationen wie Blutung, Thrombose und Lungenembolie, Infektion des betroffenen Hautareals mit nachfolgender Zystenbildung, dauerhafter Gewebeverhärtung und Hautverfärbung, Fettembolie, allergische Reaktionen oder auch ausgeprägte Dellenbildung sind äußerst selten und liegen bei uns unter 0,1 %.

Der Tag der Operation und die Fettabsaugung

Am Operationstag sollten Sie nicht nüchtern sein; ein leichtes Frühstück oder Mittagessen ist erwünscht. Alkohol dürfen Sie nicht zu sich nehmen. Vergessen Sie den Laborbefund von der Blutuntersuchung nicht, und teilen Sie bitte auch noch einmal mit, welche Medikamente Sie einnehmen oder in der Woche vor der Fettabsaugung eingenommen haben.

Nach einer Begrüßung im OP erhalten Sie ein OP-Hemd, anschließend wird das Operationsfeld im Stehen angezeichnet und dies fotografisch dokumentiert. Dann legen Sie sich auf den OP-Tisch. In der Regel wird Ihnen eine Verweilkanüle in eine Armvene gelegt, damit im Bedarfsfall Flüssigkeit und Medikamente verabreicht werden können. Nach der Hautdesinfektion werden zunächst die Stellen, an denen die Hautschnitte angelegt werden, mit normalem Betäubungsmittel zur Lokalanästhesie betäubt. Anschließend wird die Tumeszenz-Lösung ins Unterhautfettgewebe gespritzt. Das schmerzt entweder überhaupt nicht oder nur sehr wenig. Die unterspritzten Hautareale werden nach und nach taub. Sollte ein umschriebenes Gebiet nicht ganz taub sein, kann jederzeit von der TumeszenzLösung etwas nachgespritzt werden.
Beruhigungsmittel werden nur bei nervösen Patienten über die Verweilkanüle verabreicht. Es ist besser, wenn der Patient nicht stark sediert ist, damit er während der Operation die Lageposition wechseln kann. Ebenso können Sie im OP, nach der Behandlung eine erste Veränderung bei der Kontrolle im Stehen erleben.
Nach Abschluß der Fettabsaugung werden die Hautschnitte mit einem Klammerpflaster versehen, ein normales Pflaster darüber geklebt und die Verweilkanüle gezogen. Anschließend sind wir Ihnen beim Anziehen der Kompressionshose behilflich. Aufgrund der örtlichen Betäubung werden die betroffenen Hautareale noch einige Stunden lang taub sein. Wenn die Wirkung nachläßt, können leichte Schmerzen oder Mißempfindungen auftreten, die Sie im Bedarfsfall mit Paracetamol mindern können. Wegen der Gefahr von Nachblutungen sollten Sie kein Aspirin (Acetylsalicylsäure)  einnehmen! Im allgemeinen werden Sie sich nach der Operation fit und wohl fühlen und keinen Kater Verspüren, wie das nach Vollnarkosen öfters der Fall ist. Trotzdem dürfen Sie unter keinen Umständen am Steuer eines Autos nach Hause oder ins Hotel fahren. Sie müssen sich entweder abholen lassen oder ein Taxi nehmen.
Von längeren Autofahrten nach der Operation raten wir ab (Thrombosegefahr) und empfehlen Ihnen deshalb eine Übernachtung bei uns oder in einem nahegelegenen Hotel. Für die Patientin, die nicht bei uns bleiben, ist es sicherlich vorteilhaft, nach der Operation eine Begleitung bei sich zu haben.

Die Zeit vor der Operation

Eine Diät vor dem Eingriff ist nicht von Nöten. Ebenso bewirkt eine Reduzierung des Zigarettenkonsums eine Verbesserung der Durchblutung d.h. bessere Wundheilung.

Es ist ratsam, sich am Operationstag bequem zu kleiden, da Sie durch die Tumeszenz-Lösung und die Kompressionsmieder zunächst etwas dicker sind als sonst. Da die große Menge an Tumeszenz-Lösung in den ersten 24 Stunden wieder als rosafarbene Flüssigkeit aus den Hautschnitten herausläuft, sollten Sie Kleidung tragen, die gut auswaschbar ist.

Die Zeit nach der Operation

Die Kompressionshose hat den Zweck, das Unterhautfettgewebe zusammenzudrücken, damit sich in den schmalen Tunneln, die bei der Fettabsaugung entstehen, keine Flüssigkeit ansammelt.
Die Kompressionshose soll mindestens 1 Monat lang getragen werden (Tag und Nacht). Es ist ratsam und angenehm, die Hose länger (z.B. 6-8 Wochen lang) zu tragen. Da eine Verschmutzung des Mieders unvermeidlich ist, sollten Sie wissen, daß sich das Mieder am besten nach Einweichen in kalter (Koch) Salzlösung waschen läßt.
Am Tag der Operation empfehlen wir ein Mittagsschläfchen bzw. frühes Zubettgehen. Dennoch ist Bewegung sehr wichtig, da nur so die TumeszenzLösung ablaufen kann. Gegen einen kleinen Spaziergang ist nichts einzuwenden. Eine zu starke körperliche Belastung sollten Sie jedoch vermeiden! Am Operationstag sollten Sie nach der Fettabsaugung viel trinken (Obstsäfte, Limonade, Mineralwasser, Kräutertee), aber keinen Alkohol. Das Abendessen sollte leicht sein.
Duschen (mit den Pflastern) ist erlaubt . Die Pflaster können Sie nach 4-5 Tagen selbst entfernen.
Am nächsten Tag können Sie bereits wieder Auto fahren, sollten aber längere Strecken vermeiden bzw. Jede Stunde anhalten, ein wenig umhergehen oder leichte Gymnastik treiben. Viele Patienten gehen bereits nach 1  2 Tagen zur Arbeit, aber es kann auch sein, daß Sie sich noch ein paar Tage Ruhe gönnen möchten. Nach einer Woche sollten Sie die abgesaugten Stellen mit der flachen Hand leicht massieren.

Sollte es nach der Fettabsaugung zu starken Schmerzen, Fieber, Blutung oder Rötungen kommen, müssen Sie sich unverzüglich mit uns telefonisch in Verbindung setzen und/oder direkt zu uns in die Klinik kommen. Die richtigen Telefonnummern werden Ihnen nach der Operation ausgehändigt.

Noch einmal in der kurzen Übersicht, was man zur Operation mitbringen muß:  

  • weite, legere Kleidung, die auch verschmutzen darf
  • Einwilligungserklärung
  • Laborwerte