Gerade bei Operationswunden der Haut ist es unabdingbar Informationen über die Hautdurchblutung zu haben. Die herkömmlichen Methoden der Laser Doppler Fluxmetrie
erfassen Durchblutungswerte eines punktförmig umschriebenen Areals. Bedenkt man aber die starke räumliche und zeitliche Inhomogenität der Hautdurchblutung und die große Zahl von pathologischen Vorgängen, welche sich in einem
flächigen Muster präsentieren können, wird die Bedeutung von zweidimensionalen Meßmethoden unterstrichen. Das Laser Doppler Scanning ist eine solche Technik, mit der man mittels optischen Dopplereffekt zweidimensionale
Perfusionsmuster bestimmen kann Untersuchungsprinzip Das Meßprinzip des Laser Doppler
Scannings und die theoretischen Grundlagen, welche zur Generierung eines Fluxsignals notwendig sind, sind mit denen der herkömmlichen Laser Doppler Fluxmetrie identisch. Man strahlt Licht in die Haut ein, welches zu einem Teil
dopplerverschoben aus der Haut zurückreflektiert wird. Anhand des dabei neu auftretenden Frequenzspektrums errechnet man dann den Fluxwert. Die entscheidende Weiterentwicklung ist die Möglichkeit, den Laserstrahl während der
Messung frei über die Haut zu bewegen. Meßtechnik Der Laser
Doppler Scanner besteht aus einer Laserlichtquelle, dessen Licht in einem Meßkopf auf ein Spiegel- und Linsensytem geleitet wird, welches wiederum das Licht auf die Haut richtet. Die Spiegel werden mit Hilfe eines Schrittmotors
kontinuierlich bewegt, so daß der Laser mäanderförmig über die Haut gelenkt werden kann. Photodetektor und Signalgenerierung
Das von der Haut reflektierte Licht wird mit Hilfe eines Photodetektors aufgenommen, der sich ebenfalls im Meßkopf des Gerätes befindet. Von hier wird der
Photostrom in die Signalprozessierungskette weitergegeben, welche prinzipiell denselben Aufbau wie die Signalprozessierungskette eines herkömmlichen Laser Dopplers hat. Die Linearität des Signals konnte mit Flußsimulationsmessungen
bestätigt werden. Desweiteren konnte in einem Vergleich mit herkömmlichen Laser Dopplern gezeigt werden, daß das Laser Doppler Scanning der räumlichen und zeitlichen Inhomogenität in besonderem Maße Rechnung trägt. So gibt es
Hautareale mit geringeren Fluxwerten und Hautareale mit höheren Fluxwerten. Auch nach Perfusionssteigerung ändert sich dieses grundlegende Perfusionsmuster nicht. Meßtiefe Die mediane Meßtiefe wird nach den Überlegungen zur Geometrie der Meßsonde, des Laserstrahls und der
Eindringtiefe des Lichtes in die Haut bei einem Durchmesser des Laserstrahls von 800 m am Monte Carlo Modell mit 235 m angegeben. Damit würden insbesondere Signale aus dem oberen korialen Gefäßplexus das Meßsignal bestimmen.
Meßparameter Mit Hilfe des Laser Doppler Scanners lassen sich
ein- und zweidimensionale Parameter bestimmen. Während einer Messung können primär die absoluten Fluxwerte im Meßareal, der Perfusionsmittelwert und das Perfusionsmaximum bestimmt werden. Mit Hilfe eines zusätzlichen
Auswerteprogramms lassen sich außerdem die Fläche eines definierten Meßareals in Anzahl der Pixel sowie der mittlere Flux mit dessen Standardabweichung sowie der maximale Flux im Meßareal bestimmen. Die Fläche der hyperämischen
Reaktion kann entweder mit einem geometrischen Umrechnungsfaktor in cm² angegeben werden oder aber mit Hilfe eines Fluxverteilungsmusters. So findet sich bei normal durchbluteter Haut eine spezifisches Fluxverteilungsmuster, d. h.
bestimmte Fluxwerte kommen mit einer bestimmten Häufigkeit vor. Bei der hyperämischen Reaktion verschiebt sich dieses Muster. Trägt man die Häufigkeit der unterschiedlichen Fluxwerte zweidimensional auf, entsteht neben dem Peak mit
den physiologischen Fluxwerten ein zweiter Peak mit erhöhten Fluxwerten. Zieht man den Peak mit der Zahl der physiologischen Fluxwerte im Meßfeld mit der Hyperämie von der von dem korrespondierenden Peak in normal durchbluteter
Haut ab, erhält man die Anzahl der Pixel mit hyperämischen Fluxwerten. |