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Milzbrand (Anthrax) |
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Was ist Milzbrand (Anthrax)? Milzbrand (Anthrax) ist eine Erkrankung der Haut, die von Tieren auf den Menschen übertragen werden kann. Erreger des Milzbrandes ist Bacillus anthracis, ein grampositives Bakterium, das in der freien Natur und unter Kulturbedingungen Sporen bilden kann. Milzbrandsporen sind sehr resistent und können jahrelang in tierischen Produkten (z.B. Haare, Haut) überleben. Meist erkranken Rinder und Schafe, weniger häufig Schweine oder Pferde. Der Mensch kann sich unmittelbar am infizierten Tier oder an tierischen Produkten infizieren. Besonders gefährdet sind z.B. Tierärzte, Bauern, Metzger. Wie sieht Milzbrand (Anthrax) aus? Hautmilzbrand tritt vorwiegend an den exponierten Körperstellen wie beispielsweise Gesicht, Nacken und Händen auf. Dort kommt es zur Infektion der Haut mit Milzbranderregern. Der Hautmilzbrand entsteht durch Inokulation von Erregern in Hautläsionen. Er ist mit Abstand die häufigste Form des Milzbrandes. Zum Lungenmilzbrand kommt es bei Sporeninhalation durch erregerhaltigen Staub. Darmmilzbrand entsteht durch Aufnahme von Sporen mit der Nahrung. Hier sind insbesondere keimhaltige Milch oder verseuchtes Fleisch verantwortlich. Eine weitere Komplikation ist die Milzbrandsepsis mit Befall von zentralem Nervensystem, die möglicherweise tödlich enden kann. Klinischer Verlauf: Die Inkubationszeit beträgt in der Regel zwischen 2 und höchstens 8 Tagen. An der Eintrittspforte an der Haut zeigt sich meist ein hellroter Fleck, der sich zu einer Papel umwandelt. Im Zentrum der Papel entsteht eine Blase, die sich zunächst serös, dann hämorrhagisch (blutig) umwandelt. Die umgebenen Hautpartien können im folgenden einen braunroten, teilweise sogar violetten Farbton annehmen. Oftmals tritt eine Entzündung der Lymphknoten (Lymphangitis) hinzu. Diagnostik: Es erfolgt in der Regel ein Abstrich aus einer Blase mit nachfolgender virologischer, bakteriologischer und mykologischer Diagnostik. Wie wird der Milzbrand (Anthrax) behandelt?
Impfung und
Meldepflicht: Komplikationen: Zu beachten bei Verdacht auf Milzbrandanschlag: Suspekte Briefe oder Päckchen liegen vor, wenn: · Ein Absender fehlt oder unbekannt ist. · Format, Aussehen und Gewicht der Sendung ungewöhnlich sind · Nach dem Öffnen des Briefes oder Päckchens Staub, Pulver o.ä. Material zum Vorschein kommt. Alle Personen, die Kontakt mit einer o.g. verdächtigen Postsendung hatten, müssen unverzüglich festgestellt werden und in einem Raum untergebracht werden, in dem weitere Informationen und Maßnahmen abgewartet werden müssen. Verdächtig sind Patienten mit unklaren septischen Krankheitsbildern und dem zusätzlichen Vorhandensein von einer/mehreren schwarzverfärbten Hautläsionen, unklaren Krankheitsbildern der Lunge und/oder des Darmes und wenn diese Patienten mit an Milzbrand erkrankten oder verdächtigen Gegenständen unklarer Herkunft (Briefe, Päckchen etc.) Kontakt hatten. Dieser Beitrag wurde von der Klinik für Dermatologie und Allergologie der Ruhr-Universität Bochum in Zusammenarbeit mit dem Institut für Klinische und Experimentelle Dermatologie sowie der Fortbildungsakademie Rhein-Ruhr erstellt.
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