Forschung für verbesserte Wundheilung - Klenk-Symposium 2017 an der Uniklinik Köln

Wundheilungsstörungen und ihre Folgen wie diese beispielsweise bei chronischen Wunden im Rahmen eines Diabetes mellitus, bei Gefäßerkrankungen oder bei autoimmunologischen sowie entzündlichen Erkrankungen auftreten, stellen insbesondere vor dem Hintergrund der älter werdenden Bevölkerung eine große medizinische und sozioökonomische Herausforderung dar. In Deutschland wird die Zahl der Patienten, die an einer chronischen Wunde leiden, auf 4,5 bis 5 Millionen Menschen geschätzt. Für die Behandlung von chronischen Verletzungen ist das Verständnis der zugrundeliegenden Mechanismen, die zu einer Aktivierung des Wundheilungsprogramms in gesundem Gewebe führen von großer Bedeutung.

Auf dem 33. Ernst Klenk Symposium treffen sich internationale Experten in Köln, um über die neusten Erkenntnisse auf dem Gebiet der Geweberegeneration und -reparatur sowie neuer therapeutischer Konzepte zu diskutieren.

33. Ernst Klenk Symposium: Tissue regeneration, wound healing and fibrosis: Translating basic concepts into regenerative therapy.
Termin: 15. - 17. Oktober 2017
Ort: MTI-Hörsaalgebäude (44b), Zugang nur über Joseph-Stelzmann Str. 26, 50931 Köln
Eintritt: frei - Online Registrierung erforderlich


Ein Gewebeschaden löst in den meisten Organismen ein dynamisches und zellbiologisch komplexes Reparaturprogramm aus. Dabei verwendet die Natur Mechanismen, die bei der embryonalen Entwicklung, aber auch bei entzündlichen und fibrotischen Veränderungen, beim Tumorwachstum und der Metastasierung beobachtet werden. Diesen Prozessen ist das Zusammenspiel verschiedener Zellpopulationen sowie eine Aktivierung spezifischer Signalkaskaden gemeinsam. Eine grundlegende Voraussetzung für eine erfolgreiche Wundheilung ist der kontrollierte Ablauf eines zeitlich und räumlich aufeinander abgestimmten komplexen Reparaturprogramms. Störungen der Signalgebung führen zu erheblichen Defiziten im Heilungsprozess, chronischen Entzündungen, Fibrosen oder auch zu Tumorwachstum.

Die Aufklärung der zugrundeliegenden Mechanismen physiologischer und pathologischer Reparaturprozesse ist ein wichtiges Ziel der aktuellen Forschung. Durch Fortschritte in der Molekular- und Biotechnologie konnten bereits einige der gewonnenen Erkenntnisse für die Entwicklung von innovativen therapeutischen Ansätzen in der regenerativen Medizin genutzt werden. Dennoch bleiben viele Fragen offen, sowohl im Hinblick auf die zugrundeliegenden molekularen Mechanismen der Erkrankungen, als auch in der Einführung neuer grundlagenwissenschaftlich basierter Therapie-Konzepte in die Klinik.

Die Vorstellung der neusten Entwicklungen auf dem Gebiet der Geweberegeneration und Wundheilung und deren Umsetzung in innovative Therapieansätze ist das zentrale Anliegen des diesjährigen Ernst Klenk Symposiums, das vom „Center for Molecular Medicine Cologne“ der Universität zu Köln in Kooperation mit der Uniklinik Köln ausgerichtet wird.

Gemeinsam mit Prof. Dr. Sabine Werner (ETH in Zürich, Schweiz) ist es den Kölner Hautärzten und Wissenschaftlern Prof. Dr. Sabine Eming, Priv.-Doz. Dr. Catherin Niemann und Prof. Dr. Dr. h.c. Thomas Krieg gelungen, international herausragende Experten für die Veranstaltung zu gewinnen. Prof. Werner gilt als Pionierin der Wundheilungsforschung und wird als externe Organisatorin des Symposiums die Ernst Klenk Lecture halten. Zusammen mit ihrem Forschungsteam hat sie unter anderem die Rolle zentraler Signalwege aufgedeckt, die eine Schlüsselfunktion in der Wundheilung und Tumorentstehung einnehmen.

Während des Kongresses werden unterschiedliche Modellorganismen und Organsysteme vorgestellt, die wertvolle Anhaltspunkte geben, wie übergeordnete zellbiologische Prinzipien die Gewebereparatur und -regeneration in multizellulären Organismen regulieren. Die Themenauswahl der Veranstaltung ist breit ausgelegt und bewusst vielfältig gehalten. Das Klenk Symposium bietet sowohl interessierten Wissenschaftlern eine Einführung in das Gebiet, als auch Experten den Raum für fachspezifische Diskussionen.

Weitere Informationen unter:
http://www.cmmc-uni-koeln.de/events/ernst-klenk-symposium/ernst-klenk-symposium-...


 

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Autor

Von: Christoph Wanko, Unternehmenskommunikation und Marketing