Rat und Tat in Sachen Haut

Die Patientenberatung für Erkrankungen der Haut feiert ihr zweijähriges Bestehen

Ob Neurodermitis, Schuppenflechte oder Akne – sachkundigen Rat und Unterstützung beim Umgang mit Hautkrankheiten bietet seit April 2002 die Patientenberatung für Erkrankungen der Haut, kurz PBEH. In der in Hamburg ansässigen Anlaufstelle können sich Patienten und ihre Angehörigen kostenlos über Hautkrankheiten informieren.

Diese in Deutschland bislang einzigartige Einrichtung wird vom Deutschen Psoriasis Bund e.V. getragen, der größten deutschen Selbsthilfeorganisation für Patienten mit Schuppenflechte. Neben der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft zählt auch der Berufsverband der Deutschen Dermatologen zu den Kooperationspartnern der PBEH. Finanzielle Förderung erhält die Beratungsstelle von den gesetzlichen Krankenkassen, die gemäß dem fünften Buch des Sozialgesetzbuches „Einrichtungen zur Verbraucher oder Patientenberatung, die sich die gesundheitliche Information, Beratung und Aufklärung von Versicherten zum Ziel gesetzt haben“ fördern. „Das Team der Beratungsstelle sieht sich vor allem als Vermittler zwischen Patienten, Ärzten und Krankenkassen“, so Nicola Timpe, Redakteurin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Patientenberatungsstelle.

Etwa 1800 Anfragen haben die vier PBEH Mitarbeiterinnen, darunter eine Dermatologin und eine Gesundheitspädagogin, im vergangenen Jahr beantwortet. Das Spektrum der Anfragen reichte von konkreten Fragen nach Therapieangeboten oder Rehabilitationsmöglichkeiten, über die Aufklärung über spezielle Krankheitsbilder bis hin zur Hilfe bei psychischen Problemen durch Hauterkrankungen. Besonders häufig gingen Fragen zum Thema Schuppenflechte ein. Zwei von drei Ratsuchenden beschäftigte diese Krankheit. Professor Dr. med. Harald Gollnick, Präsident der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft, sieht in der kommenden Förderphase bis Juni 2005 eine besondere Aufgabe für die PBEH. „Im Zuge der Gesundheitsreform muss das Netzwerk zwischen Ärzten, Apothekern und Selbsthilfegruppen im Sinne des Patienten ausgebaut werden“, so Gollnick. Die Möglichkeit, sich an neutraler, unabhängiger Stelle zu informieren, stärke die Selbstverantwortung der Patienten und zeige ihnen Wege zum eigenverantwortlichen Umgang mit ihrer Erkrankung auf. Dennoch bleibt auch für die Zukunft Eines klar: „Selbst die beste Beratung kann den Hautarzt nicht ersetzen“, ist sich Nicola Timpe bewusst.

Die Patientenberatung für Erkrankungen der Haut ist über die Telefon-Hotline 040 22 33 99 0 oder die Email-Adresse info@hauterkrankungen.org zu erreichen. Unter www.hauterkrankungen.org können sich Internetnutzer zudem über verschiedene Hautkrankheiten, wie Neurodermitis oder Akne informieren, in einer Ärzte-Datenbank recherchieren oder eine Passwort-geschützte Online-Beratung in Anspruch nehmen.


 

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