Traditionskongress der Dermatologen

Über 3.000 Teilnehmer zum Fachdiskurs medizinischer Experten in Dresden 

Die 47. Tagung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) wird vom 1. bis 4. Mai 2013 in der sächsischen Landeshauptstadt ausgerichtet, dies bereits zum fünften Mal.

In 37 Symposien, 11 Plenarvorträgen, 18 Kursen und vielen Mittagsseminaren erfahren die Ärztinnen und Ärzte neueste Entwicklungen aus Forschung, Patientenversorgung und Berufspolitik. Die Bandbreite der Dermatologie spiegelt sich auch im Tagungsprogramm wieder: von der Dermatoonkologie, Dermatoallergologie, Dermatochirurgie über die Andrologie, Phlebologie, Venerologie bis zur Psychosomatischen Dermatologie gehört dieses Fach zu den facettenreichen Disziplinen der Medizin. In den sogenannten Diakliniken wird diese Vielseitigkeit offenbar und sie sind deshalb eine Fortbildungsform von höchster Praxisrelevanz.

Bahnbrechende Entwicklungen vor allem auf den Gebieten entzündlicher Dermatosen und onkologischer Erkrankungen sind neben zahlreichen methodentechnischen Innovationen dafür verantwortlich, dass die Fachrichtung sowohl im Verständnis von Krankheitsentstehung als auch in der Diagnostik und Therapie gegenwärtig starke Veränderungen erfährt. So gibt es etwa neue Einblicke in komplexe molekulare Zusammenhänge und in die Klassifikation von Genodermatosen. Wie andere Disziplinen auch steht die Dermatologie vor der Herausforderung des Gleichgewichtes zwischen medizi-nisch Machbarem und ökonomisch wie ethisch Vertretbarem.

„Unser Kongress bietet seit Jahren eine Möglichkeit, die wachsende Menge ständig neu zu erlernenden Wissens kritisch zu analysieren, um sie dann letztlich in die Routine unserer Alltagspraxis einzuordnen“, so DDG-Präsident Professor Dr. Rudolf Stadler und Chefarzt der Hautklinik am Klinikum Minden. Neben dem fachlichen Austausch werden im Rahmen des Kongresses Preise und Auszeichnungen – für langjährige Verdienste in Lehre und Forschung ebenso wie für junge Nachwuchswissenschaftler – vergeben.

Deutschlandweit gibt es etwa 5.300 Hautärztinnen und Hautärzte in Kliniken und Praxen, die Deutsche Dermatologische Gesellschaft e.V. (DDG) ist deren wissenschaftliche Fachgesellschaft. Darüber hinaus gibt es die Deutsche Dermatologische Akademie (DDA), die die qualitätsgesicherte Weiterbildung der Hautärzte überwacht sowie den Berufsverband der Deutschen Dermatologen e.V. (BVDD) als Vertreter der wirtschaftlichen und sozialpolitischen Interessen.

Die DDG-Tagung findet alle zwei Jahre statt, abwechselnd mit DDG-Kompakt, einem neuen Kongressformat, das einige ausgesuchte Themen konzentriert beleuchtet.


 

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Autor

Von: Professor Dr. Rudolf Stadler