Einladung zur Pressekonferenz am 01. Mai 2015 um 10 Uhr

„Balance der Immuntherapien – der Einsatz von Antikörpern bei Autoimmunkrankheiten, Allergien und Tumoren“

Pressekonferenz anlässlich der 48. Jahrestagung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft im CityCube Berlin, Messedamm 26, 14055 Berlin

 
Sehr geehrte Damen und Herren,

ein Schwerpunkt der aktuellen dermatologischen Wissenschaft liegt in der Erforschung der Antikörper. Neue molekularmedizinische Erkenntnisse optimieren die Immuntherapie und die Tumorbehandlung, zeigen die Beeinflussung der Antikörper jedoch auch in ihrer antipodischen Wirkung.

Psoriasis und Neurodermitis sind die häufigsten chronischen Hauterkrankungen, an denen in Deutschland mehr als 4 Millionen Menschen leiden. Auslöser und innovativer Behandlungsansatz zugleich sind Antikörper. Mit Hilfe der Molekulardiagnostik lassen sich heute die krankheitsauslösenden Botenstoffe aufdecken, um dann entsprechende Antikörper zu entwickeln, die Entzündungen behandeln und die Krankheit eindämmen. Die Entwicklung der Auto-Immuntherapie hat Prof. Dr. med. Martin Röcken, Ärztlicher Direktor der Universitäts-Hautklinik Tübingen, maßgeblich vorangetrieben. Ziel der dermatologischen Forschung ist ein differenziertes Vorgehen gegen die Ursachen, um nachhaltig und sicherer behandeln zu können.

In der Allergologie ist durch die langjährige Forschung eine immer spezifischere Bestimmung von allergieauslösenden Antikörpern möglich. Durch diese differenzierte molekulare Allergiediagnostik lassen sich Allergiequellen sowie einzelne Allergenkomponenten darstellen und zielgenau behandeln. Die IgE-Testungen durch Serumabnahme ermöglichen die Einschätzung des individuellen Krankheitsrisikos, eine gezieltere Therapie und die Identifizierung ganz neuer Krankheitsbilder. Neue Therapieformen gibt es auch für Urticaria und Neurodermitis. Prof. Biedermann ist als Direktor der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein der Technischen Universität München Wegbereiter der molekularen Allergiediagnostik.

In der Krebstherapie können durch Immunblockaden Antikörper gezielt zur Behandlung metastasierter maligner Melanome eingesetzt werden. Durch die Blockade des PD-1-Checkpoints wird die Interaktion von PD-1 (auf Immunzellen) mit PD-L1 (auf Tumorzellen) im Tumorgewebe blockiert und führt zum Abtöten der Tumorzellen. Als Weiterentwicklung der bisherigen Immunblockaden steht diese Arzneimitteltherapie in Europa kurz vor der Zulassung. Prof. Dr. med. Alexander Enk, Ärztlicher Direktor der Universitäts-Hautklinik Heidelberg, zieht ein Resümee der wissenschaftlichen Entwicklung von Immunblockaden mit Heilungsraten von 20 Prozent und gibt einen Ausblick auf Kombinationspräparate, die sich derzeit in Phase-III-Studien befinden und eine Remissionsrate von 80 Prozent erwarten.

Die klinische Dermatologie macht derzeit entscheidende Fortschritte in dem wissenschaftlichen Verständnis bei der Therapie über Antikörper. Die medizinischen Möglichkeiten und Grenzen liegen im Spannungsfeld der individuellen Risiken. Einerseits können sich onkologische Therapien auf Autoimmunkrankheiten auswirken oder diese auslösen, andererseits können Immunblockaden zur Behandlung von Autoimmunkrankheiten im Falle einer Tumorbehandlung die Tumorzellen schützen, wenn relevante Antikörper gehemmt wurden. Den Herausforderungen der jungen molekularmedizinischen Erkenntnisse begegnen Dermatologen mit intensiver, interdisziplinärer Zusammenarbeit, wie im beispielhaften Zentrum für Autoimmunkrankheiten.

Die 48. Jahrestagung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft findet vom 29. April bis zum 2. Mai 2015 im Berliner CityCube statt und ist die größte dermatologische Fachtagung in Deutschland. Es werden mehr als 3.000 Dermatologen aus dem In- und Ausland erwartet.

Zum aktuellen Stand der Dermatologie in Forschung, Wissenschaft und Gesundheitspolitik laden wir im Rahmen der 48. Jahrestagung zu einer Pressekonferenz ein. Es diskutieren und informieren Experten der Dermatologie über den aktuellen Forschungsstand, über Perspektiven der flächendeckenden ambulanten Versorgung und den Umsetzungsstand des Nationalen Krebsplans in der Dermatologie.

Ihre Gesprächspartner am 1. Mai 2015 im CityCube sind:

Prof. Dr. med. Tilo Biedermann
Klinikdirektor der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie
der Technischen Universität München


Prof. Dr. med. Alexander Enk
Ärztlicher Direktor der Universitäts-Hautklinik Heidelberg
Generalsekretär der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG)


Prof. Dr. med. Martin Röcken
Ärztlicher Direktor der Universitäts-Hautklinik Tübingen
Mitglied im Präsidium der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG)


Zur Pressekonferenz können Sie sich ganz einfach per E-Mail (mail@queisser-pr.de) oder per Fax (030-34 50 85 89) anmelden. Nutzen Sie gern das beigefügte Anmeldeformular. Sie sind dann automatisch für die gesamte 48. Jahrestagung der DDG akkreditiert. Weitere Presseakkreditierungen unter presseinfo@derma.de

Eine weitere Pressekonferenz findet zur Volkskrankheit Hautkrebs mit den Themen: 

•    Dermatologische Versorgung in Deutschland und der EU
•    Weißer Hautkrebs als Berufserkrankung anerkannt
•    Beitrag der Teledermatologie in Diagnostik und Management
•    Euro-Melanoma 2015: Jeder kann selbst etwas tun!

am 30. April 2015 um 12 Uhr im CityCube Berlin statt.

Mit freundlichen Grüßen
DDG-Pressestelle

Pressekontakt
Jenny Kocerka, Geschäftsstelle der DDG e.V.
Telefon 030-24 62 53 38
Mail j.kocerka@derma.de
Web: www.derma.de

Eva Queißer-Drost, Queißer PR - Agentur für Gesundheitskommunikation
Telefon 030-34 50 85 88
Mail eva.queisser@queisser-pr.de
Web: www.queisser-pr.de


 

Artikelinfo


Autor

Von: Eva Queißer-Drost