Forschungspreis 2017

Deutsche Tuberöse Sklerose Stiftung schreibt zum zweiten Mal den mit 10.000 Euro dotierten Forschungspreis aus

Mit der Verleihung des Forschungspreises möchte die Stiftung den Fokus auf eine Krankheit richten, die vielen Menschen bis heute unbekannt ist. Tuberöse Sklerose (TSC) ist eine komplexe Systemerkrankung mit tumorartigen Veränderungen in fast allen Organen des menschlichen Körpers. Die meisten Patienten leiden an epileptischen Anfällen und weisen eine schwere geistige Behinderung, häufig kombiniert mit Verhaltensstörungen wie Autismus, auf. Viele haben Tumore in Herz, Gehirn, Nieren und Lunge. Beeinträchtigungen der Haut und Erkrankungen des Bewegungsapparates kommen hinzu. Die Krankheit ist bis heute nicht heilbar, lediglich die Symptome können behandelt werden. Eines von 6.000 Neugeborenen leidet an der Krankheit Tuberöse Sklerose.

Während die Ursachen der Krankheit und die Diagnostik weitgehend erforscht sind, bedarf die Entwicklung von Behandlungsansätzen auch weiterhin großer Anstrengungen. „Aufgrund der Seltenheit der Erkrankung ist der Anreiz für Pharmaunternehmen, in diese Richtung zu forschen, noch immer gering. Mit dem Preis wollen wir Wissenschaftler motivieren, dieser schlimmen Krankheit in ihrer Forschung mehr Interesse und Aufmerksamkeit zu widmen“, erklärten Roland und Anke Koch die Vergabe des Preises.

Ausschreibung hier als PDF-Datei verfügbar.

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Autor

Von: Helmut Hehn, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied