Förderungsschwerpunktprogramm "Patientenorientierung"

Aktuelle Ausschreibung der Deutschen Krebshilfe

Der Nationale Krebsplan ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Gesundheit, der Deutschen Krebsgesellschaft, der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren und der Deutschen Krebshilfe. Ziel ist die Verbesserung der Krebsbekämpfung durch ein effektives, zielgerichtetes und aufeinander abgestimmtes Handeln aller Verantwortlichen im Rahmen eines langfristig ausgerichteten Koordinierungs- und Kooperationsprogramms. Das Handlungsfeld 4 des Nationalen Krebsplans widmet sich der Stärkung der Patientenorientierung. In den entsprechenden Zielepapieren wurde zu dieser Thematik ein erheblicher Forschungs- und Entwicklungsbedarf identifiziert.  

Mit dem Ziel, hier einen Beitrag zu leisten, hat die Deutsche Krebshilfe die Einrichtung eines Förderungsschwerpunktprogrammes 'Patientenorientierung' beschlossen. Das Programm ist mit 3 Mio. Euro budgetiert.

Es können Projekte beantragt werden, die sich - unter Berücksichtigung der verschiedenen Phasen einer Krebserkrankung - mit folgenden Themen befassen:

1. Evaluation von Maßnahmen zur Verbesserung der kommunikativen Kompetenz der Leistungserbringer

  • Erforschung der Effektivität von Maßnahmen zur Verbesserung der kommunikativen Kompetenz von Ärztinnen und Ärzten und anderen an der Behandlung beteiligten Berufsgruppen anhand Patienten-relevanter Outcome-Parameter (wie zum Beispiel psychosoziale Be- bzw. Entlastung, Informiertheit, Entscheidungsfindung, Adhärenz und Lebens-qualität).

2. Patientenkompetenz bezüglich Erkrankung und Versorgung
Da die Patientenkompetenz bislang noch wenig erforscht ist, sollen den im Rahmen des Förderschwerpunktprogrammes gestellten Anträgen eine wissenschaftliche Definition sowie ein Instrument zur Erfassung der Patientenkompetenz zugrunde liegen.

  • Systematische Untersuchung der Kompetenz von Krebspatientinnen und -patienten unter Berücksichtigung soziodemographischer Merkmale, Einstellungen, subjektiver Präferenzen und subjektiver Relevanz.
  • Systematische Untersuchung der Wünsche und Bedürfnisse von Krebspatientinnen und -patienten hinsichtlich einer Stärkung ihrer Kompetenz bezüglich Erkrankung und Versorgung.
  • Untersuchung der Prozesse, Maßnahmen und Faktoren im Rahmen der Patientenversorgung  im Hinblick auf stärkende bzw. hindernde Umstände bezüglich ihrer Auswirkungen auf die Patientenkompetenz.

3. Partizipative Entscheidungsfindung

  • Untersuchung der Prozesse, Maßnahmen und Faktoren im Rahmen der Patientenversorgung bezüglich ihrer positiven sowie negativen Auswirkungen auf die partizipative Entscheidungsfindung.
  • Entwicklung konkreter Modelle und Konzepte zur Integration partizipativer Entscheidungsfindung in die onkologische Versorgung unter Beachtung bestehender medizinischer Leitlinien.

Wichtige Hinweise

  • Einzelanträge sowie Verbundanträge mit bis zu drei an einem Verbund beteiligten Arbeitsgruppen sind möglich.  
  • Das Antrags-/Begutachtungsverfahren ist dreistufig: Absichtserklärungen sind bis zum 29.05.2017, 13.00 Uhr einzureichen.
  • Kurzanträge müssen der Deutschen Krebshilfe spätestens am 29.06.2017, 13.00 Uhr vorliegen. Bei positiver Vorbegutachtung sind ausgearbeitete Anträge bis zum 11.12.2017, 13.00 Uhr einzureichen. Die fristgerechte Vorlage einer Absichtserklärung ist Voraussetzung für die Einreichung eines Kurzantrages.

Nähere Informationen zur Ausschreibung, zur Antragstellung und zum Begutachtungsverfahren finden Sie unter www.krebshilfe.de/forschen/foerderung/ausschreibungen

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Herr Niklas Wiegand
Referent Förderung
Tel: +49 228 72990-205
Fax: +49 228 72990-11
E-Mail: Wiegand@krebshilfe.de

Deutsche Krebshilfe
Buschstr. 32
53113 Bonn
www.krebshilfe.de

 

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Von: Herr Niklas Wiegand