So wehrt sich die Haut

Von Elke Oberhofer

Die Folgen einer unerwünschten Arzneimittelwirkung spielen sich in vielen Fällen auf der Haut ab. Gerade bei älteren, multimorbiden Patienten unter Polypharmazie handelt es sich dabei nicht selten um das vermeidbare Resultat einer Medikamenteninteraktion.

Explizit vor Azolen warnte Professor Jörg Prinz von der Münchner Poliklinik für Dermatologie und Allergologie bei der 25. Fortbildungswoche für praktische Dermatologie und Venerologie in München; diese hätten unter den in der dermatologischen Praxis gängigen Medikamenten das höchste Interaktionspotenzial.

Azole sind laut Prinz starke Inhibitoren mehrerer Cytochrom-P450-Isoenzyme. Da viele andere Medikamente über diese Systeme abgebaut würden, sei mit einer Erhöhung der entsprechenden Wirkspiegel zu rechnen. Absolut kontraindiziert sei die zeitgleich zur Azoltherapie vorgenommene Gabe von Terfenadin, Astemizol, Erythromycin, Pimozid, Chinidin und Amiodaron, so der Experte. Hier könne es zu einer Verlängerung der QT-Zeit bis hin zu Kammerflimmern oder -flattern kommen, warnte Prinz.

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