Das Informationsangebot der deutschsprachigen Dermatologie

 
 
Dermatologie und Technik

Die Dermatologie  ist ein technisch geprägtes Fach. Viele dermatologische Spezialgebiete, wie z.B. Immunologie, Lasermedizin, operative Dermatologie und Ästhetische Medizin, Photodermatologie und computergestützte Hautkrebsfrüherkennung erfordern routinemäßigen Einsatz moderner Technik in Klinikalltag und Praxen. Dazu kommen zahllose Computerprogramme für Dokumentation und Verwaltung im Arbeitsalltag.

Derma.de möchte nicht etwa in die die Rolle spezieller Technikratgeber schlüpfen. Aber es gibt für die Dermatologie typische, spezielle Fragestellungen und Angebote, die wir hier zusammen mit unseren Content Partners darstellen möchten.

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Es sind die schmutzigen Jungs, die die Herzen brechen

Blankoformularbedruckung mit dem Kyocera FS-1900 N – Erfahrungsbericht von A. Hildebrand, Krefeld

Gilt der Werbeslogan eines Baumarkts auch für mich? Schmutzig werde ich als Nutzer eines Kyocera FS-1900 N des öfteren. Ein Netzwerkdrucker, zertifiziert von der KV für Blankoformulare, Schächte für verschiedene Papiersorten, incl. Blankoformularpapiere der KV und Kassenrezepte: Was eigentlich als leistungsfähige Lösung in der Hautarztpraxis gedacht war, ist ein Geduldsspiel mit Zwang zum Basteln unter Zeitdruck in der Sprechstunde.

Zwei technische Details lassen es für mich als Anwender fraglich erscheinen, ob der Drucker überhaupt für die Arztpraxis geeignet ist. Wenn die schmalen Kassenrezepte durch den Drucker gezogen werden, setzt sich Toner auf den dann unbenutzten äußeren Rändern einer roten Gummirolle ab (siehe Foto). Das sei, so der technische Kundendienst vor Ort, ganz normal. Die klebrige Schicht, die sich dort nach und nach bildet, läßt aber früher oder später die DIN-A4 Seiten anhaften, die Rolle wird umwickelt, der Drucker muß zerlegt werden. Seitdem das zweimal vorgekommen ist, wird der Drucker für den Rezeptdruck nicht mehr verwendet.

Dann also wenigstens A5 und A4 Papiersorten mit dem FS-1900 N drucken? Weit gefehlt. Kaum zu galuben, aber es gibt in diesem Drucker Papierstaus an einer Stelle, die man nur durch Ausbau mehrerer Baugruppen beseitigen kann. Die abgebildete, nett gefaltete Papierseite wird nicht etwa durch Öffnen der üblichen Klappen und Hebelchen zugänglich, sondern Schraubenzieher, technisches Know-How und Fingerspitzengefühl müssen schon sein. Auch Drucker können Herzen brechen!

(Anm. d. Red.: Ein Kommentar der Fa. Kyocera zu Teilen des vom Arzt geschilderten Sachverhalts liegt vor.) 


Farbkalibration für Monitore

"Huey" ist irgendwie süß. Klein wie ein Boardmarker-Filzstift verbirgt sich in diesem originellen Produkt und der dazugehörigen Software eine vollwertige Monitor-Farbkalibrier-Lösung für Desktop-Rechner wie auch für Notebook-Computer, die sogar noch mehr leistet: laufende Helligkeitsjustage abhängig vom gerade vorherrschenden Umgebungslicht.

Mehr dazu finden Sie unter digitalkamera.de.


Farbkalibration digitaler Bilder


"... alles so schön bunt hier - kann mich gar nicht entscheiden!"

Hat Nina Hagen etwa die Dermatologie gemeint? Der Umgang mit Farben ist jedenfalls in der Dermatologie nicht nur reine Geschmackssache. Das wird beim digitalen Fotografieren, bei der digitalen Bildbearbeitung und beim Austausch von Bildern zwischen Untersuchern deutlich. Auch beim Ausdruck eines Fotos kann die Farbgebung stark von der Darstellung am Bildschirm abweichen. Moni­tor und Drucker sprechen nämlich schon an ein und demselben Arbeitsplatz verschiedene Sprachen. Am anderen Ende der Welt oder auch nur in der Klinik, in die der Patient eingewiesen wurde, finden sich andere Monitore und damit neue Farben. Damit sich alle besser verstehen, sollten sie auf dieselben Farbinforma­tionen zurückgreifen können.

Bildschirme, Röhrenmonitore oder TFT, sind das wichtigste Binde­glied zwischen Mensch und Maschine. Hier sind Hellig­keit, Kontrast und Farbgebung für die Anwender entscheidend. Da­mit dieses Urteil objektiv ausfällt, sollte eine Kalibrie­rung, also eine Einstellung auf digitale Farbechtheit des Bild­schirms, vorgenommen werden. Dazu muss jeder Monitor zu­nächst warm laufen, um die Betriebstemperatur zu errei­chen. Die folgenden Schritte beschreiben das Vorgehen für Windows-Systeme. Apple Anwender haben es etwas leichter, dazu später mehr.

 

Veränderungen der Grundeinstellungen der Gra­fikkarte sollten erst einmal rückgängig gemacht werden. Dazu klickt man mit der rech­ten Maustaste auf eine freie Stelle des Desktop und wählt im Kontextmenü die Re­gisterkarte „Einstellungen/Er­weitert - Monitor/Farbverwal­tung". Hier lassen sich bereits zugewiesene Farbprofile ent­fernen und es wird ein Standardprofil gewählt.

Nun sollte mit einer speziellen Software die Kalibierung erfolgen. Wer Adobe Photoshop besitzt, hat bereits Adobe Gamma installiert. Ansonsten kann man zum Beispiel den kostenlos erhältlichen Monitor Calibration Wizard verwenden (www.vollversi­on.de/downloads/1805.htm1). Schritt für Schritt wird der Benutzer mit Hilfe eines Assis­tenten durch zumeist selbsterklärende Abstim­mungsmodi geführt. Begon­nen wird mit den Kontrast- ­und Helligkeitseinstellungen. Eingegeben werden Informationen zu den Phosphorfarben des Röhrenmonitors, 6500 Kelvin Farbtemperatur für den tages­lichtneutralen Weißpunkt und die Anpassung der Grundfarben Rot, Grün und Blau (RGB).

Damit ist die wesentliche Arbeit getan. Nun muss das gerade festgelegte Farbprofil noch gespeichert werden. Windows XP speichert alle Farbprofile im Ordner Windows/Sys­tem32/Spool/Drivers/Color. Anschließend geht es an das Zuweisen des neuen Farbpro­fils an angeschlossene Periphe­riegeräte wie Monitor, Dru­cker und Scanner. Erst nach dieser individuellen Zuweisung arbeiten alle Geräte zukünftig mit dem soeben festgelegten einheitlichen Farbmana­gement. Dazu wird der oben genannte Ordner un­ter Windows geöffnet, man klickt mii der rechten Maustaste auf die neue Profildatei und wählt unter der Registerkarte "Gerät zuordnen" mit "Hinzufügen" die Geräte aus, die das neue Profil erhalten sollen.

Wer es perfekt haben möchte benutzt zusätzlich eine absolut gemessene Hardwarekalibrierung des Monitors, die eine Meßzelle verwendet. Colorvision bietet eine preiswerte Alternative zu den teuren Colorimetern für den industriellen EInsatz an, mit der man sicherstellen kann, dass fotografierte Farben messbar korrekt auf dem Monitor dargestellt werden, erhältlich unter www.colorvision.ch.